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Palästina · 1931-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1931) · p. Seite 275

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1931)
Article
Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
Date
1931-07-01
Page
Seite 275 (sequence 27)
Language
German
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bestreiten, daß es in dieser Situation soviel unbekannte, unsichere 275 und negative Faktoren gibt, daß einigermaßen tragbare Finanzoperationen unter solchen Umständen beinahe aussichtslos scheinen konnten, und dennoch hat der internationale „goodwill", die Hilfsbereitschaft des Völkerbundes, die aktive Teilnahme Großbritanniens und der Vereinigten Staaten Mittel und "Wege gefunden, die technischen und juristischen Bedenken aller konservativen Beamten und Sachverständigen zu überwinden und für ein großes nationales und humanitäres Siedlungswerk die nötige kapitalpolitische Unterlage zu schaffen. Für jede in der Situation begründete Schwierigkeit hat man eine Lösung und eine besondere Sicherung gefunden und die Flüchtlingsanleihe 1924 ist so zu einem großen finanziellen und kolonisatorischen Erfolg geworden. Der griechische Anleiheplan — von seiner finanziellen Seite betrachtet — läßt sich in seinen Hauptpunkten folgendermäßen zusammenfassen : a) Anleihemittel durften nur für produktive Anlagen verwandt werden. b) Ihre Verwendung lag ausschließlich in den Händen einer besonderen Behörde, der sogenannten Settlement Commission, bestehend aus zwei Griechen, einem amerikanischen und einem Völkerbunddelegierten. c) Sämtliche Böden, die für die Ansiedlung der Flüchtlinge von der griechischen Regierung zur Verfügung gestellt oder erworben wurden, ebenso wie die auf diesen Böden durchgeführten Siedlungen wurden ganz zum Eigentum der Settlement Commission erklärt. Erst nachdem die ganze Anleihe amortisiert ist, sollen sie wieder an den griechischen Staat zurückfallen. d) Bestimmte noch unbelastete Steuer-, Zoll- und Monopoleinnahmen der Regierung werden für den Zinsendienst der Anleihe hypotheziert. e) Die Rückzahlungen der Siedler bleiben subsidiär für den Zinsendienst reserviert. f) Mindestens 25 Prozent der zehn Millionen Pfund-Anleihe werden in Griechenland selbst aufgenommen. Ich glaube, daß wir in Kooperation mit der Finanzsektion im Völkerbunde und den Kronagenten woW in der Lage sind, einen Anleiheplan aufzustellen, der in vielen Grundstrichen dem Beispiel des griechischen folgen kann. Der Ausgangspunkt dabei muß wohl der sein, daß — obwohl die Schwankungen unserer Fondseinkommen geringer sein können als bei Steuereinkommen und

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