Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1931)
- Article
- Probleme der Finanzierung des Palästina-Aufbaues
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 269 (sequence 21)
- Language
- German
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gung des Development Fund annehmen würde, muß natürlicher- 269 weise noch ein Gegenstand weiterer Erörterungen sein. Die dritte Richtung, in der ein objektiver Zusammenhang zwischen der Staatshilfe und unserem finanziellen Aktionsplan bestehen muß — ein Zusammenhang, der schon einige Kongresse beschäftigt hat, der allerdings mehr mit der Zentralregierung der Mandatarmacht als mit der palästinensischen Landesregierung in Beziehung gesetzt werden kann — ist die der eigenen Hilfestellung Englands oder der Hilfsstellung des Völkerbundes für die Erlangung internationaler langfristiger Kredite für das jüdische Siedlungswerk in Palästina. Ich habe schon zu häufig die Geduld des Kongresses für dieses Problem in Anspruch genommen und brauche daher nicht noch einmal ausführlich darzulegen, daß meiner Ansicht nach, wenn man ernsthaft von modernen Business-Methoden für eine großzügige Siedlungskolonisation europäischen Standards sprechen will, die Grundlage dieser Methode der langfristige konzentrierte öffentliche Kredit ist. So axiomatisch wie jeder von uns behauptet, daß es ohne Palästina keine Lösung der jüdischen Volksfrage gibt, behaupte ich, daß ohne Erschließung solcher Kreditmittel als Basis eine wirklich planmäßige und großzügige Kolonisation nicht denkbar ist. Ebensowenig will ich noch einmal ausführlich erklären, daß und warum eine Anleiheaktion mindestens zu gleichen Teilen eine große politische wie finanzielle Transaktion darstellt und ich will auch in bezug auf dieses entscheidende Finanzproblem hier nichts anderes als unsere Erfahrungen und Schlußfolgerungen der letzten Jahre resümieren und im Lichte der Ereignisse der letzten Periode zusammenzufassen versuchen, wo wir stehen. Es handelt sich um einen entweder von den Kronagenten für die Kolonien oder dem Finanzkomitee des Völkerbundes geprüften und bestätigten Anleiheplan für fest umschriebene jüdische Development- und Siedlungszwecke in Palästina. Ich lasse also bei dieser Betrachtung die Pläne, die wir uns gewöhnt haben, als innere Anleihe zu bezeichnen, ganz aus dem Spiel. Meine Gründe dafür sind hauptsächlich die folgenden: Stellt man sich unter einer inneren Anleihe einen allgemeinen Zeichnungsappell an das jüdische Publikum, das, was so oft unsere Liberty Loan genannt wird, vor, so wird er sich kaum wesentlich von einer Sammelaktion unter neuem Namen unterscheiden. Das würde nicht nur wenig einbringen, sondern meiner Meinung nach viel Schaden und Unheil stiften,