Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Das reichsdeutsche christliche Element in Palästina
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 202 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379896-2393317--12097-2393589- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bauland, 750 Hektar auf Ackerland, 33 Hektar alte, 30 Hektar neue Orangenanlagen (jung, nicht tragend 13 Hektar), 25 Hektar auf alte, 40 Hektar auf junge und nicht tragende Orangenanlagen, etwa 1 Hektar Bananen (probeweise) und 12 bis 15 Hektar Oliven. Der Rest des Landes entfällt auf Wege, Gemeindeland und Wadis. Neben der Milchwirtschaft (Molkerei mit Absatz in Jaffa, Tel-Aviv und Jerusalem) spielt Orangen- und Weinbau die Hauptrolle. (Bürgermeister A. Frank). Betlehem hat rund 100 Einwohner (97 Templer, 3 Evangelische), 18 Wohngebäude, 16 Nebengebäude. 718.2 Hektar Land .verteilen sich: 441 Hektar Ackerland, 210 Hektar Wald — mit Waldheim, eines der wenigen Waldgebiete Palästinas, Steineichen und Knoppereichen — 75 Hektar Bauplätze und Gartenland, 1.2 Hektar Gemeindegarten, 9 Hektar W7einberge. Vorwiegend Michwirtschaft (Molkerei. Zweimal täglich Milchautoverkehr nach Haifa, gemeinsam mit Waldheim). Daneben etwas Obstbau und — wie auf den anderen Kolonien — rationelle Geflügelzucht. (Bürgermeister Joh. Herrmann.) Waldheim hat 78 Einwohner (74 Evangelische, 4 Templer). Der rund 800 Hektar große Landbesitz verteilt sich auf etwa 15 Hektar Bauplätze und Gartenland, 400 Hektar Ackerland, 365 Hektar Wald, 20 Hektar Weinberge und Olivenanlagen. Neben 17 Wohngebäuden stehen etwa 18 Nebengebäude (einschließlich Kirche und Schule). Erwerbsgebiete wie bei Betlehem. (Bürgermeister Fritz Katz.) In Neuhardthof leben etwa 10 Templer. Der Landbesitz beträgt etwa 150 Hektar, vorwiegend Milchwirtschaft. Absatz in Haifa. Unter den rund 1811 Deutschen Palästinas (1250 Templer, 415 Evangelische, 146 Katholiken) sind „rund 687 Familienvorstände und Erwerbstätige oder in Beruf stehende Einzelpersonen einbegriffen, die sich beruflich wie folgt gruppieren: 113 Landwirtschaft, 215 Industrie und Handwerk, 119 Kaufmannschaft, 240 Geistliche, Lehrer, Aerzte, Beamte und Ordensangehörige". 8) Durch das „Streben nach einem christlichen Volksleben in Reinkultur wirdl auch das wirtschaftliche Leben der Kolonien geadelt. Ob es reine Bauernkolonien sind oder Kolonien von Gewerbetreibenden, Kaufleuten, Handwerkern, jede Kolonie ist ein wirtschaftliches Unternehmen auf religiöser Grundlage: Im wirtschaftlichen Leben hat sich die Religion zu bewähren". 9) Das wirtschaftliche Organ der Tempelgesellschaft ist die „Zentralkasse der Tempelgesellschaft" (The Temple Society Central Fund. Ltd.). Die erste Kasse der von Anfang an in wirtschaftlichen Dingen sehr nüchternen Gesellschaft wurde 1855 gegründet. 1868 wurde die Kolonisationskasse gegründet, die 1887 nach ihrer auf finanzielle Schwierigkeiten folgenden Sanierung der Zentralkasse der Tempelgesellschaft wich. Um für diese Kasse die Rechte einer juridischen Person zu erlan-gen, wurde sie 1906 in den „Verein der Tempelgesellschaft" verwandelt. Durch Krieg, Internierung und s) Eine Liste fast aller deutschen Geschäftsleute in Jerusalem, Haifa, Nazareth, Tiberias, Jaffa, Sarona findet sich in „The Temple Society in Palestiiie." Publishers: The Temple Society (Jerusalem 1924, zur Wembleyaussteilung 1924). 9) Dr. G. Fittbogen: „Was jeder Deutsche vom Grenz- und Auslanddeutschtum wissen muß." München, 1929, S. 128.