Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Kolonisation im Bergland
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 187 (sequence 15)
- Language
- German
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gilt unter den Bergdörfern als wohlhabender als der Durchschnitt." X8T Mir scheint, daß alle darin übereinstimmen werden, daß das nur daher stammt, daß 50 Prozent der Wirtschaft dieses Dorfes auf Pflanzungen basiert. Aus allem Gesagten ist klar, daß die Voraussetzungen Simpsons in bezug auf die anbauwürdige Fläche und auf die Wirtschaftseinheit im Bergland grundsätzlich verfehlt sind. Wie ich oben gezeigt habe, ist die Wirklichkeit folgendermaßen: a) die anbauwürdige Fläche im Bergland beträgt mehr als fünf Millionen Dunam. (Den darauf bezüglichen Abschnitt haben wir nicht abgedruckt. — Anm. d. Red.), b) der Wirtschaftstypus im Bergland muß die PflanzungsWirtschaft sein und dafür sind heute 30 Dunam erforderlich (bei Einführung von Verbesserungen noch weniger). Durch den Verlust von Boden bei Anlegung von Terrassen wird die Wirtschaft 36 Dunam brauchen. Die Folgerung aus diesen Voraussetzungen ist also, daß im Gebirgsland, in runden Ziffern, für eine ländliche Bevölkerung von 142.700 Familien Platz ist und wenn die heutige Bevölkerung 67.260 Familien stark ist, so ist also noch Raum für eine weitere Besiedlung für 75.240 Familien. Hier muß ich einen Irrtum im letzten Absatz meiner dem Memorandum der Jewish Agency beigefügten Skizze richtigstellen. Simpson will aus diesem Irrtum schließen, ich zweifelte selbst an der Richtigkeit meiner Voraussetzungen. Im Original meiner Skizze, die ich in der Exekutive der Jewish Agency in hebräischer Sprache einreichte, sagte ich am Schlüsse „wenn man auch die Reserve um 50 Prozent verkleinert, so ist immer noch Raum für eine neue Kolonisation von 35.000 Familien in den nächsten 30 Jahren". Offenbar hat der Uebersetzer sich geirrt oder ohne meine Kenntnis eigenmächtig verbessert. Ich hatte nämlich geschrieben „diese Reserve löst auch das Problem des natürlichen Bevölkerungsüberschusses der arabischen Bevölkerung in den nächsten 30 Jahren. Nach den bisherigen Bevölkerungsvermehrungsziffern wird die Bevölkerung des Berglandes im Jahre 1960 etwas mehr als 100.000 Familien betragen. Der Boden reicht für 142.700 Familien. Es gibt also im Bergland in den nächsten 30 Jahren freien Raum für eine Ansiedlung von 35.000 Familien, zuzüglich des natürlichen Bevölkerungszuwachses der arabischen Einwohner". In meinem Text ist also keine Andeutung eines Zweifels vorhanden. Meiner Ansicht nach sind meine Voraussetzungen unerschütterlich. Als palästinensi-