Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Kolonisation im Bergland
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 183 (sequence 11)
- Language
- German
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dem Fellachen dann schon jene 400 Mil ersetzen, die er angeblich X83 beim Ackerbau „verloren" hat. Aprikosen, Pflaumen und Pfirsiche ergeben schon im vierten Jahre eine angemessene Einnahme, wie man aus den Ergebnissen der Pflanzungen in Kirjath Anawim sehen kann, die Simpson so lobt. Im Jahre 1926 wurden von der Zionistischen Organisation (unter Leitung des Verfassers) Aprikosen-, Pflaumen- und Pfirsichbäume verschiedener Sorten gepflanzt, um auszuprobieren, welche von ihnen sich am besten für das Bergland eigneten und im Jahre 1929, also im vierten Pflanzungsjahre, wurde die erste Ernte erzielt, die folgendes Ergebnis hatte: a) Pfirsiche: 7 Sorten brachten im Durchschnitt 15,233 Kilogramm pro Baum und (x40) pro Dunam 608.920 Kilogramm und wurden zum Preise von 33,5 Mil pro Kilogramm verkauft. Ein Dunam Pfirsiche erbrachte also im vierten Jahr 20,399 Pfund. b) Aprikosen: Die durchschnittliche Ernte pro Baum von zwei Sorten war 12,280 Kilogramm und (x40) pro Dunam 491 Kilogramm, die zum Preise von 273/4 Mil pro Kilogramm verkauft wurden, so daß der Dunam 13,625 Pfund brachte. c) Pflaumen: Durchschnittsertrag pro Baum 13,680 Kilogramm und (x50) pro Dunam 684 Kilogramm zum Durchschnittspreis von 25,5 Mil pro Kilogramm. Einnahme pro Dunam 17,442 Pfund. Ich denke, daß auch der ärmste Fellache auf die kleine Einnahme aus dem Getreidebau verzichten kann, die er aus einem Dunam in drei Jahren zu erzielen vermag und auf den Fruchtertrag warten kann, den er im vierten Jahre erhält und der diesen x4usfall soundsovielmal zu decken vermag. Auch auf die Einnahme aus dem Oelbaum braucht man nicht viel mehr Jahre zu warten. Die uns bekannten Versuche beweisen, daß bei rationeller Anpflanzung und Bearbeitung Oelbäume schon im sechsten Jahre Frucht tragen. Nimmt man alle oben erörterten Argumente zusammen, die für die Pflanzungswirtschaft im Bergland sprechen, so ergibt sich von selbst das Resultat in bezug auf die Größe der Einzelwirtschaft. In meiner dem Memorandum der Jewish Agency beigefügten Skizze setzte ich die Wirtschaftseinheit im Bergland auf 25 Dunam Pflanzungen und 5 Dunam Haus, Hof und Gemüse- oder Tabakpflanzungen fest. Nach den üblichen Eingängen aus Pflanzungen können diese allein 200 Pfund pro Jahr ergeben, abgesehen von den Einnahmen aus Gemüse für Eigenbedarf oder Markt. Ich war bei Angabe dieser Ziffern sehr vorsichtig, obwohl nach meiner Ansicht bei entsprechenden Verbesserungen, wie Düngung, Ver-