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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 179

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Kolonisation im Bergland
Date
1931-05-01
Page
Seite 179 (sequence 7)
Language
German
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„..... dort ist ein kleines jüdisches Dorf, namens Mozah. \^J^ Einer der Bauern dieses Dorfes, Herr Brose, pflanzte Fruchtbäume in einer, wie es schien, unfruchtbaren und steinigen Erde. Und siehe da, die Fruchtbäume wuchsen, ebenso die Weinreben, sie entwickelten sich und gaben Früchte. Und die früher unfruchtbare Erde, auf der nichts wuchs, ist jetzt ein blühender Garten, der seinem Eigentümer reichen Gewinn bringt. Das Ergebnis ist um so anerkennenswerter, als der Pflanzer vonkeinerjüdischenodernichtjüdischen Seite irgend welche Hilfe erhielt, sondern die ganze Wirtschaft mit seinen Mitteln aufbaute, Ein anderes Beispiel dieser Art ist der Fruchtbaumgarten in Kirjath Anawim, der durch die Zionistische Organisation auf einem dem Boden von Mozah ähnlichen Boden gepflanzt wurde. Die Bäume wurden nicht bewässert, gediehen aber trotzdem ausgezeichnet. Noch ein ähnliches Beispiel kann man in der jüdischen Vorstadt Beth Hakerem finden, dicht bei Jerusalem. Ein felsiges und gebirgiges Bodenstück, das keinerlei Hoffnung für Bebauung zu erwecken schien, ist jetzt mit blühenden Gärten bedeckt, in denen sich Bäume der verschiedensten Art finden." Jeder Kolonisator und Landwirt mußte konsequent sein und die aus diesen Versuchen und Unternehmungen sich ergebenden Resultate ziehen und einen Weg der Landes entwickhing aufzeigen, der zu einer dieser Zone angemessenen intensiven Wirtschaft führt und zu demjenigen Punkt geführt hätte, den ich in meiner Skizze behandelt hatte. Aber Simpson blieb am Anfange des Weges stehen, und um nicht zu positiven Resultaten zu gelangen, die nicht zu den von vorneherein feststehenden allgemeinen Ergebnissen geführt hätten, fand er Ausreden für dieses Stehenbleiben (ein Stehenbleiben, das nach meiner Ansicht ein Zurückgehen ist). Diese Ausreden sind (Bericht Simpson, Seite 14, Abschnitt „Boden und Landwirtschaft"): 1. „daß der Fellache nicht imstande ist, Pflanzungen zu machen", 2. „daß der Fellache nicht imstande ist, für 4 bis 5 Jahre, bis die Bäume Früchte tragen, auf die kleinen Ernteerträgnisse zu verzichten. Deshalb" — so schließt Simpson das Kapitel über das Bergland — „wird das Bergland vom landwirtschaftlichen Standpunkt aus stets eine unbefriedigende Möglichkeit sein (Seite 1, Abschnitt: Entwicklung)."

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