Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1931)
- Article
- Kolonisation im Bergland
- Date
- 1931-05-01
- Page
- Seite 178 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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wir jetzt feststellen, welches die durchschnittliche Einnahme pro Dunam aus Pflanzungen im Bergland ist. Wenn wir die Einnahmen aus den genannten sechs Hauptkulturen (Feigen 4,800 Pfund, Oliven 4,660 Pfund, Weintrauben 3 Pfund, Aprikosen 16 Pfund, Pflaumen 15 Pfund, Aepfel 9 Pfund) zusammennehmen, so finden wir, daß die Durchschnittsziffer 8,743 Pfund pro Dunam beträgt. Nun wollen wir vergleichen, welches die Durchschnittseinnahme aus Getreidebau im Bergland ist. Aus den im Bericht von Simpson, Seite 174, Tabelle 14, zusammengestellten Verzeichnissen von Ernteergebnissen finden wir die durchschnittlichen Erntepreise der Jahre 1924 bis 1927. Im Jahre 1930 fielen diese Preise beinahe auf die Hälfte. Ich will jedoch nicht diese niedrigen Preise als Grundlage nehmen, sondern den Durchschnittpreis bis 1927, obwohl ich bei den Pflanzungsergebnissen durchgängig die niedrigen Preise des Jahres 1930 genommen habe. Aus der genannten Tabelle folgt: 1.) Weizen 50 kg pro Dunam ä 11,5 Mil 575 M 2.) Gerste 60 „ » )> ä 7,5 „ 450 3.) Erbsen 50 „ jj j) ä 9,1 ,, 455 4.) Durra 40 „ » » ä 7,5 „ 300 5.) Sesam 10 „ )» >! & 24,8 „ 248 Im Ganzen: 2028 Teilt man 2028 Mil durch 5, so ergibt sich eine Einnahme von 4053/5 Mil pro Dunam Getreidebau im Bergland. (Durch den inzwischen eingetretenen Preissturz dürfte der Ertrag heute auf 200 bis 250 Mil gesunken sein). Es scheint mir, daß es keiner genauen Kenntnis des Landes und der landwirtschaftlichen und kommerziellen Verhältnisse seiner verschiedenen Kulturen bedarf, um die Frage zu beantworten, die ich oben gestellt hatte: was ist die geeignetste Wirtschaftsform für das Bergland, PflanzungsWirtschaft oder Ackerbau? Die Antwort liegt in der Luft, und wer etwas von Landwirtschaft versteht, kann sie auch bei einem kurzen Besuch als Tourist geben. Jedenfalls dürfen wir erwarten, daß ein Landwirt und Kolonisator wie Simpson die wirkliche Situation erkennen und die sich aus ihr ergebenden Resultate ziehen wird, wenn er seine Vorschläge für die Landesentwicklung macht. Wo Simpson (auf Seite 78 seines Berichtes) über die Pflanzungen der Juden schreibt, fühlt er sich verpflichtet, seine Meinung über diese im Bergland auseinanderzusetzen, indem er sagt: