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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 177

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Kolonisation im Bergland
Date
1931-05-01
Page
Seite 177 (sequence 5)
Language
German
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15 Pfund. Auch Apfelbaume bringen gute Resultate, ihr Er- \FJFJ trag ist etwa auf 450 Kilogramm pro Dunam und ihr Marktwert auf 9 Pfund zu schätzen. Ausgezeichnete Weinberge befinden sich überall im Bergland. Der Durchschnittsertrag ist etwa 350 Kilogramm. Dieser Ertrag ist niedriger als der in Kirjath Anawim und in Transjordanien erhaltene, dort sind die Durchschnittsernten 500 Kilogramm pro Dunam.3) Dieser Ertrag kann durch rationelle Bearbeitung gesteigert werden. Jedenfalls bringt bei einem Preise von 8 Mil pro Kilogramm Tafeltrauben der Weinberg 4 Pfund pro Dunam, und, wenn man aus den Trauben Rosinen macht, deren Preis im Lande 12 Mil pro Kilogramm ist, so ist die Einnahme 2 Pfund pro Dunam; im Durchschnitt also 3 Pfund. Außer diesen Kulturen findet sich im Bergland der Pfirsichbaum. Insbesondere gibt es im Bezirk Jerusalem gute Ergebnisse für Pfirsiche, sowohl was die Größe des Ertrages, als auch die der Einnahme anbetrifft. Ebenso ist der Nußbaum zu erwähnen. Er findet sich in Hebron, in dem nordwestlich von Jerusalem gelegenen Dorfe Dafne und in der im Bezirk Safed gelegenen jüdischen Kolonie Roschpinah. An allen diesen Plätzen wird die Ernte auf 2000 bis 5000 Nüsse pro Baum im Jahre geschätzt. Nehmen wir das Minimum von 2000 Früchten pro Baum, so bringt jeder Baum ungefähr 800 Mil. Da auf einem Dunam 8 Bäume gepflanzt werden, bringt der Dunam ungefähr 6 Pfund.. Auch der Johannisbrotbaum muß erwähnt werden, der wild in den Bergen wächst und der auch an Orten, die mit Steinen überhäuft sind und an denen selbst die Ziegen nur mit Mühe einen grünen Halm finden, Wurzel schlägt und Früchte trägt. Hunderttausende von Dunam, die heute als Wüste gelten, können in Wälder von Johannisbrotbäumen verwandelt werden, deren Pflege sich durch ihren Ertrag rechtfertigen wird, wie es die Johannisbrotwälder auf Cypern beweisen, deren Früchte Jahr für Jahr zu einem Preise von 200.000 bis 300.000 Pfund ausgeführt werden. Auch der Tabakbau gibt vor allem im Norden des Landes die Möglichkeit, kleinere Xandflächen zu exploitieren, in dem zwischen Felsen zerstreute Landparzellen intensiv bearbeitet werden. Bekanntlich stammt der beste Tabak au« Waldstücken, die arabisch ChaburaK heißen. Auf Grund dieser aus dem Leben genommenen Ziffern können 3) Im Libanon betragt die Durchs elmittsernte pro Dunam Weintrauben ohne Bewässerung 830 Kilogramm.

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