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Palästina · 1931-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1931) · p. Seite 171

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1931)
Article
Aussichten des Kurortewesens in Palästina
Date
1931-05-01
Page
Seite 171 (sequence 7)
Language
German
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der nicht erlaubt, heute im Ausland für sie Propaganda zu treiben, X7X bisher nicht erfüllt (zum Teil als Folge der Augustunruhen) und so bleibt nur wieder zu hoffen, daß die weitere Wartezeit kürzer sein möge, als die von damals bis heute. Wird der Ausbau großzügig in Angriff genommen, so hat Tiberias zweifellos die Aussicht, ein Badeort internationalen Ranges zu werden. In jenem Aufsatz habe ich eingangs auch die Schwefelthermen von Gadara, das heute El-Hamme heißt, erwähnt und bemerkt, daß sie politisch zum Ostjordanland (TransJordanien) gehören. Vor ungefähr einem Jahre ging nun das Gebiet, das schon immer eine strittige Grenze war, in aller Stille zu Palästina über. Nirgends fand man erwähnt, welcher Schatz damit dem Lande erworben wurde. Diese Quellen, die am rechten Ufer des Jarmukflusses, zirka zehn Kilometer östlich vom Südende des Kineretsees, an der Bahnlinie, die von Samach nach Damaskus weitergeht, liegen, bilden nämlich eine äußerst wertvolle Ergänzung zu den Tiberiasthermen. Auch sie sind von altersher berühmt, wurden von den Römern — die sie wohl um dieselbe Zeit ausgebaut haben wie Tiberias — sogar höher geschätzt als die Quellen von Tiberias. Es sind dort eine Reihe von Thermalquellen vorhanden, die alle einen unerschöpflichen Wasserreichtum haben. (Mit dem Wasser einer Quelle wird sogar eine arabische Mühle getrieben.) Dadurch ist das ganze landschaftlich sehr reizvolle Tal, in das die Bahn vom Kineretsee her durch eine großartige Schlucht tritt, von einer Schwefelstoffatmosphäre erfüllt. Die Quellen entspringen mit verschiedener Wärme, zum Beispiel mit 48,5 41,0 und 35,5 Grad Celsius. Sie unterscheiden sich von Tiberias vor allem durch erheblich geringeren Kochsalz- und etwas höheren Schwefelgehalt. Dies zeigt die von Friedmann gemachte und zusammen mit seiner Arbeit über Tiberias veröffentlichte Analyse einer der Quellen, die ich im Folgenden mit den Vergleichszahlen von Tiberias bringe. KCl NaCl CaCl2 MgCl2 NaBr CaS04 MgS04 Ca(HC03)2 Mg(HC03)2 Fe(HC03)2 H3Si02 H2S Gadara 1 HammetV 0,002 0,52 0,24 0,02 Spur 0,19 0,01 0,0056 0,15 0,0005 0,025 0,026 Selim J JlberDiafl 0,18 17,05 8,90 2,50 0,001 0,78 0,42 0,305 0,11 0,015 0,013 0,013 Neues Bad J ' 3 ' 5 7 ' Die Zahlen zeigen also im ganzen einen erheblich geringeren Mineralgehalt von Gadara gegenüber Tiberias. Dennoch sind sie in weiten Kreisen des arabischen Volkes, das sie im Frühling stark frequentiert — es wimmelt von Zelten aus allen Gegenden, be-

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