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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 111

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 111 (sequence 16)
Language
German
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nicht die Namen ihrer Söhne. Infolgedessen gab es für die Jewish Agency, keine Möglichkeit festzustellen, ob der Sohn nach dem Tode seines Vaters in der Landwirtschaft verblieben ist. Die Bemerkung in dem Hope-Simpson^ Report (p. 51): „In the cases described an „died" it is not the family that is extinguished but th.* head of the family who has died. Presumably (?) the descendants are still alive and earning their bread in some other walk of life than agriculture", ist deshalb unrichtig. 29. Sir John Hope Simpson schickte die Pächterliste der Jewish Agency an den Governor von Haifa zur Prüfung und der letztere erwiderte (p. 51 de» Hope-Simpson-Reportes), daß nach den Ziffern der Volkszählung von 1922 sich 4900 Seelen in den von den Juden erworbenen Dörfern befanden, und daß mit Hinzufügung der 20o/o, die sich der Volkszählung entzogen, die Ziffer wahrscheinlich 5900 Seelen betrage. Das würde etwa 1000 Familien entsprechen. Die Area Officers von Haifa und Nazareth gaben Hope Simpson die Auskunft (H. S. p. 51), daß die Zahl der 3,farmers" im Emek, welche durch die jüdischen Käufe ihren Boden verlassen mußten, 1270 betrug. Per Governor von Haifa sagt fernerhin in seinem oben erwähnten Brief, daß unter der Bevölkerung von 4900 öder 5900 Seelen sich auch solche Personen befanden, die keine Entschädigung von den Juden erhielten, aber „intereste in the lands" hatten. Diese beiden Auskünfte sind irreleitend. Es ist absolut* unverständlich, welche „iriterests in the lands" außer Pachtrechte überhaupt in. Palästina bestehen können. Die einzige Erklärung für die hohen Ziffern des Governors von Haifa und der area officials in Haifa und Nazareth kann die sein, daß sie unter „farmers" oder unter Perjsonen, mit „interest in the lands" die Charaten verstanden. Aber dies ist eine falsche Bezeichnung. Der Charat ist weder Farmer, noch hat er irgendwelche Rechte am Boden* sondern er ist einfach ein auf Jahreskontrakt angestellter Arbeiter oder Dienstbote des Eigentümers oder Pächters. Zwischen dem Charat und dem Boden gibt es keinerlei rechtliche Verbindung. Uebrigens haben die Pachte^ als sie das Land verließen, fast ohne Ausnahme ihre Charaten mit sich genommen, so daß das, was wir oben mit Bezug auf die Pächter gesagt haben, nämlich daß die große Mehrheit von ihnen in der Landwirtschaft verblieben ist, auch für die Charaten Gültigkeit hat. 30. Obwohl nach dem früher Gesagten als sicher anzusehen ist, daß ein großer Teil der Familien, die von Johnson Crosbie labourers und von Hope Simpson landless genannt werden, in Wirklichkeit t e n a n t s (Pächter) sind, so wollen wir durchaus nicht behaupten, daß in den Dörfern keine wirklichen labourers oder landless existieren. Allerdings beruht die Landlosigkeit dieser Leute nicht darauf, daß sie keinen Boden zur Bearbeitung bekommen konnten, sondern darauf, daß sie in anderen Berufen beschäftigt sind, z. B. in Mühlen oder als Schmiede oder in anderen Handwerken oder als Kohlen- und Kalkbrenner. Es gibt ferner in den Dörfern Leute, die bereits eine Familie gegründet haben, aber keine eigene Farm besitzen, sondern in der Farm ihres Vaters mitarbeiten, die sie nach dessen Tode einmal erben werden. Sicherlich kann man diese Familien nicht als „landless" bezeichnen. Die wirklichen labourers oder landless, die von Lohnarbeit bei Arabern oder in

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