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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 109

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 109 (sequence 14)
Language
German
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Boden, haben ein Haus und landwirtschaftliches Inventar und ihre Verpflanzung an einen anderen Ort ist mit viel größeren psychologischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verbunden.(Insofern hat die unrichtige Rubrizierung der tenants als landless die Hope Sinipsonschen Vorschläge in eine falsche Richtung gelenkt. Unter die Kategorie labourers wurden also alle diejenigen aufgenommen, die keinen eigenen, sondern nur gepachteten Bo<len bearbeiteten, d. h. alle tenants (Pächter). 24. Nun ergibt sich aus dem Johns on-Crosbie-Rep ort (p. 20), daß außer dem Boden, der den Fellachen in den 104 Dörfern als Eigentum gehört* noch 245.275 Dunam von absentee landlords und 126.522 Dunam von anderen Dörfern, zusammen also 371.797 Dunam gepachtet worden sind. Der Johnson- Crosbie-Report gibt keinerlei Anhalt dafür, daß diese 371.797 Dunam gepachteter Boden ausschließlich von denjenigen Familien bearbeitet wurden, die auch einen eigenen Boden besaßen. Es ist für jeden, der die Art der Bearbeitung des Bodens von absentee landlords in Palästina kennt, klar, daß er ganz oder größtenteils von Personen bearbeitet wird, die keinen eigenen Boden besitzen, d. h. von den Personen, die im Johnson-Crosbie- Bericht unrichtig labourers genannt werden, und die Hope Simpson noch unrichtiger „landless famüies" tauft. Diese labourers oder landless sind also in Wirklichkeit keine labourers, sondern vielmehr tenants (Pächter) und würden im Durchschnitt 54 Dunam Pachtboden bearbeiten. Damit fällt das ganze Gebäude von Hope Simpson und alle Folgerungen, die er an die Existenz einer großen landlosen Bevölkerung in den Döirfern geknüpft hat, in sich zusammen. Hätte Hope Simpson die in dem Johnson-Crosbie-Report (p. 21) gegebenen Ziffern näher analysiert, so wären alle seine Schlußfolgerungen; bezüglich der 29.4 o/o Landlosen unter der Dorfbevölkerung Palästinas nicht möglich gewesen. 25. An allen anderen Stellen des Hope-Simpson-Berichtes, wenn es sich darum handelt, die hohe Paehtrente oder die hohen Steuern der Bearbeiter von Pachtboden darzutun, werden diese Bearbeiter fremden Bodens richtigerweise als tenants bezeichnet. Würde es irgendeinem Menschen in England einfallen, die landwirtschaftlichen Pächter, die in England einen so großen Teil aller Landwirte ausmachen, als landless zu bezeichnen? Es ist im höchsten Maße zu beklagen, daß Hope Simpson statt der richtigen Bezeichnung t e n a;n t, die Bezeichnung landlos gewählt hat, die in dem Leser den Eindruck erwecken muß, daß es in den Dörfern ein außerordentlich großes landloses Proletariat gibt. Hätte Hope Simpson die Landwirte in der richtigen Weise klassifiziert, so hätte er nicht sagen können, wie er es5 tat (p. 26), daß sich in den 104 Dörfern eine Anzahl von Familien befinden, die eigentlich Land bearbeiten sollten, aber es in Wirklichkeit nicht tun. 26. Diese schlimme Wirkung des GebraU-ches der Bezeichnung landless wird noch dadurch verstärkt, daß Hope Simpson (p. 26 und 142) die Existenz der landless in mehr oder weniger klaren Worten darauf zurückführt, daß Juder Boden gekauft u\nd die früheren Bearbeiter des Bodens verdrängt haben. Eine solche Behauptung hätte Hope Simpson nur dann aussprechen dürfen, wenn er dafür irgendwelche ziffernmäßige Tatsachen hätte beibringen können. Er hätte sich an die Regierung wenden und sie um Feststellung der Tatsachen ersuchen müssen. Das hat er nicht getan. Die einzige Tatsache, die er beibringt (p 51) ist eine Mitteilung der Area Officers in Nazaretb

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