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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 105

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 105 (sequence 10)
Language
German
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öl, Vegetables) im Betrage von etwa 18 Pfund im selben Prozentsat« im Preise zurückgegangen sind, so ^würden die gesamten Ausgaben flirr den Lebensunterhalt des Fellachen sich wie folgt stellen: Nach Hope-Simpsons nach Wilkansky , heutigen Preisen für Weizen und Durra 24.087 9.564 „ Milch, Eier, Olivenöl, Gemüse (9£) (2£) (5£) (2£) 13.— 7.146 „ Kleidung, Reis, Petroleum, Zucker _8.—__8.— *)_ 50.087 24.710 14. Hope-Simpson (p. 63) erwähnt, daß in dem Dorf Beer Zeit, im Gebirgslande, 180 Familien vorhanden waren und daß von diesen 180 Familien eigentlich nur 65 Familien auf dem Boden des Dorfes existieren können, denn the viable lot betrage 112 Dunam und die Fläche des Darfes genüge nur für 65 solcher viable lots. Die Tatsache, daß trotzdem 180 Familien in dem Dorf leben, sucht Hope-Simpson damit zu erklären, daß die Dorfbewohner von ihren Verwandten in Amerika Geld bekommen, sich als' Taglöhner Geld verdienen und von Geldverleihern Geld borgten. Es fehlt in dem Bericht von Hope-Simpson jeder Hinweis darauf, in welcher Weise das viable lot in diesem Dorf auf 112 Dunam berechnet worden ist. Ebenso ist die Erklärung, daß fast zwei Drittel der Bevölkerung dieses Dorfes von Geldsendungen aus Amerika, Arbeitsverdiensten und Anleihen (?) existiert, so wenig einleuchtend, daß es wohl gerechtfertigt erscheint, über diese Angaben zur Tagesordnung überzugehen. 15. Hope-Simpson (p. 62) bezieht sich darauf, daß die General Federation of Labour, als sie von der Regierung die Ueberweisung von Staatsland in Tel Arad für jüdische exsoldiers verlangte, 200 Durtam als das Minimum für einen Siedler bezeichnet hat. Hierbei läßt Hope Simpson die Tatsache außer Acht, daß Tel Arad in dem regenarmen Beersheba-Disljrikt gelegen ist. Die Landwirtschaft in Tel Arad muß wegen der Regenarmut des Gebietes nach dem System des dry farming betrieben werden, wozu größere Flächen erforderlich sind als in den anderen Teilen Palästinas. Es geht nicht an, daß Hope- Simpson einmal die Beershebaregion als für Siedlung nicht geeignet von dem eigentlichen Palästina abtrennt und das zweite Mal einen Boden in diesem Distrikte als typisch für das übrige Palästina hinstellen will. 16. Es ist überraschend, daß Hope-Simpson (p. 64) trotz der entgegenstehenden Feststellungen des Johnson-Crosbie-Berichtes zu dem Schluß kommt: „1t is clear that in unirrigates land the ,lot viable{ is not lass than 130 dunams." In dem Johnson-Crosbie-Bericht wird diese Fläche für Pächter als notwendig bezeichnet, weil der Pächter etwa ein Drittel seines Ertrages an den Grundbesitzer als Pacht zahlen muß. Nun ist aber der Pachtbesitz in Palästina durchaus nicht Regel, sondern Ausnahme. Obwohl keine amtlichen Angaben darüber vorliegen, wieviele Landwirte in Palästina Pachtboden und wieviele eigenen Boden bearbeiten, so gehen ddtch die höchsten Schätzungen des Pachtbodens nicht über 30 Prozent der gesamten bearbeiteten Fläche *) Zu Wilkanskys Preisen eingesetzt, obwohl heutige Preise niedriger sind. Das zeigt, daß bei heutigen Preisen die Hanshaltungsau'sgaben des Fellachen" nur halb so hoch sind als nach den früheren Preisen.

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