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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 104

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 104 (sequence 9)
Language
German
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d) Wenn man also sogar das heutige Preisniveau der landwirtschaftlichen Produkte als ein dauerndes annimmt, so Würde der eingetretene Preisrückgang den Fellachen nur insoweit treffen, als er landwirtschaftliche Produkte verkauft. Das trifft aber, wie oben erwähnt, nur für 13.3 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Produkte zu. Sogar ein Preisfall von 50 Prozent, wie Hope-Simpson ihn annimmt, würde nur bedeuten, daß der Fellache, der jetzt 13.3 Prozent seiner Produkte, oder, in Dunam gesprochen, das Produkt von 10 Dunam auf den Markt bringt, in Zukunft das Produkt von 20 Dunam auf den Markt bringen muß, mit anderen Warten: das viable lot müßte dann nicht 75, sondern 85 Dunam betragen. e) Hope-Simpson hat diese grundlegende Tatsache außer Acht gelassen, wenn er (p. 69 und appendix XV) die Rechnungen in dem Johnson-Crosbie- Report auf Gnlnd des Preisrückganges in den landwirtschaftlichen Produkten ein^r Revision unterzieht. Er berechnet dort den Wert der gesamten landwirtschaftlichen Produkte eines holding von 100 Dunam nach den heutigen niedrigen Preisen und kommt dann zu dem Resultat, daß der gesamte Wert der landwirtschaftlichen Produkte nicht 64 Pfund ist, w}e in dem Johnson- Crosbie-Report (p. 18) festgestellt wird, sondern nur 40.6 Pfund und daß als Nettoertrag zum Lebensunterhalt nicht 35.2 Pfund verbleiben (Johnson- Crosbie p. 18) sondern nur 11,8 Pfund. Diese Berechnung ist absolut irreführend und unverständlich im Lichte der Tatsache, daß die Wirtschaft des Fellachen in erster Linie zur Deckung seines eigenen Lebensunterhaltes bestimmt ist, und daß der Preis der landwirtschaftlichen Produkte nur für das kleine surplus von Bedeutüng ist, das der Fellache auf den Markt bringt. f) Derselbe Fehler wird von Hope-Simpson in einer noch gröberen Form wiederholt, wenn er bei Angabe der Einnahmen auf Grund der heutigen niedrigen Preise berechnet, aber bei den Ausgaben für Le/bensunterhalt die früheren hohen Preise einsetzt, die er einer Tabelle von Wilkansky (The Fell ah's Farm p. 49) entnimmt. Wilkansky nimmt die Preise an, die in den Jahren 1925/26 bestanden, wie daraus hervorgeht, daß er noch in ägyptischen Pfunde i rechnet, die nur bis 1927 (vor Einführung der palästinensischen Währung) in Palästina Kurs hatten. Durch diese verschiedene Behandlung von Einnahmen und Ausgaben kommt Hope-Simpson zu ganz falschen Resultaten. Um dies nur an einem Beispiele klarzumlachen: Unter den Haushaltsausgaben des Fellachen von insgesamt 49,50 Pfund führt Wilkansky an 4 Kantars Weizen zu £ E 4.-— £ E 16.— 3 „ Durra „ „ 2.500 „ 7.500 £E 23.500 «= £ 24.087 Nach den heutigen Preisen, wie sie Hope-Simpson (appendix 14) angibt, würden diese Mengen Weizen und Durra kosten: 4 Kantars 1152 kg Weizen ä 5.9 mil per kg £ 6.800 3 „ 864 „ Durra „ 3.2 „ „ „ „ 2.764 £ 9.564 Die Angaben nach heutigen Preisen für Weizen und Durra sind also nur 39.7 Prozent der Ausgaben laut Wilkanskys Preisen. Nimmt man an, daß auch die anderer Lebensmittel in der Wilkanskyschen Tabelle (Milch, Eier, Oliven-

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