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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 103

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 103 (sequence 8)
Language
German
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nich' in die Küstenebene, sondern nach Transjordanien zu lenken. Es heißt, den wirtschaftlichen Verhältnissen Gewalt antun, wenn man bei Betrachtung der für Ansiedlung verfügbaren Fläche Transjordanien von Palästina abtrennt. III. The viable lot. (Die zum Lebensunterhalt eines Fellachen erforderliche Fläche.) 12. In dem Johnson-Crosbie-Report (p. 22) ist gesagt: „To provide the minimum cost of living for a f amily, a holding of 75 dunams seems to be necessary for an owner cultivator, while a tenant requires 130 dunams." Die Johnson-Crosbie-Commission ist zu ihrer Sahätzung von?5 Dunam für einen Eigentümer und von 130 Dunam für einen Pächter auf Grund von eingehendem Untersuchungen darüber gelangt, was die Fellachen in den untersuchten 104 Dörfern für ihren Lebensunterhalt, zur Bezahlung von Steuern und zur Erjhaltung ihres Inventars bedürften. Von allen bisherigen Versuchen', diese Kosten festzustellen, ist die Untersuchung der Johnson-Crosbie-Commission die neueste und auf einem viel breiteren Material basiert als irgendeine frühere Untersuchung. 13. Hope-Simpson zitiert diese Stelle aus dem Johnson-Crosbie-Bericht und fügt hinzu (p. 63): „This opinion was arrived at on a consideration of the gross return from the holding at the prices of the years 1924 to 1928. As has beeti shown elsewhere, presen,t-day prices are but 50 per cent of those adopted by the Committee in arriving at its deduetion." Dieser Zusatz von Hope-Simpson kann den Eindruck erwecken, als ob der im Jahre 1930 eingetretene Preisrückgang für landwirtschaftliche Produkte die Einnahmen des Fellachen um die Hälfte herabgedrückt hätte und daß er deshalb eine viel größere Fläche braucht als die von der Johnson-Crosbie- Commission angegebene. Eine solche Folgerung wäre ganz falsch: a) Es ist in keiner Weise sicher, daß das niedrige Preisniveau für Getreide, das niedriger ist als jemals f ruhler in den letlzten zehn Jahren, auch für die Zukunft dasselbe bleiben wird. Es ist durchaus möglich, daß die Preise der landwirtschaftlichen Produkte, die im Jahre 1930 infolge der gewaltigen Welternte einen außerordentlichen Tiefstand erreicht haben, wieder in die Höhe gehen werden. Jedenfalls ist es nicht angebracht, das viable lot auf die Getreidepreise eines einzigen Jahres zu basieren. b) Der Fellache ist nur in einem geringen Maß an den Preisen der landwirtschaftlichen Produkte interessiert, da er den größten Teil seiner Produkte! selbst konsumiert. Nach dem Bericht der Johnson-Crosbie-Commission (p.14) betrug der Wert aller landwirtschaftlichen Produkte aus den untersuchten 104 Dörfern 799.232 Pfund. Davon kommen auf den Markt zum Verkauf (p. 23) nur Produkte im Werte von 106.000 Pfurid, d. h. nur 13.3 Prozent der gesamten Produkte. c) In dem Johnson-Crosbie-Report (p. 20) ist festgestellt, daß von den gesamten Ausgaben für den Lebensunterhalt einer Fellachenfamilie im Werte von 26 Pfund nicht weniger als 17 Pfumd aus den eigenen landwirtschaftlichen Produkten gedeckt werden. Unter den übrigen 9 Pfund befinden sich 5 Pfund für Kleidung, wovon ein Teil (z. B. Wolle und Wollprodukte) wahrscheinlich auch aus der eigenen Wirtschaft gedeckt wird.

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