Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 101 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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die Hälfte, d. h. 60.000 Dunam Nichtjuden gehören. Von je 10 Dunam Orangen JQ}[ kann mindestens eine Familie als Eigentümer oder Arbeiter ihren Lebensunterhalt ziehen. EJbenso ist für jede 10 Dulham Orangen, solange sie noch nicht zur Fruchttragung gelangt sind, mindestens die Arbeitskraft einer Familie erforderlich. Demgemäß sind einerseits von der anbaufähigen Fläche, welche Hope Simpson mit 5,644.000 Dunam angibt, 60.000 Dunam, anderseits von der Zahl der 56.290 selbständigen arabischen Landwirte, 6000 abzuziehen. Es ergibt sich dann,(auf der Grundlage von 6 Seelen pro Familie, daß die Durchschnittsgröße jedes arabischen holding (ohne die Orangenpflanze/r) 111 Dunam beträgt. f) In derselben Weise ist in dem Report nicht berücksichtigt, daß eine beträchtliche Zahl von Arabern in der Nähe der Städte von Gemüsebau auf ganz kleinen Flächen, in der Regel weniger als 10 Dunam, leben. Fast der ganze Gemüsebedarf Jerusalems wird von arabischen Dörfern in der Umgegend, (Siloah, Bittir) oder von Jericho gedeckt. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der Umgebung von Jaffa-Tel-Aviv und Haifa. Diese Gemüsezüchter haben in Jerusalem, Jaffa, Tel-Aviv und Haifa eine städtische Bevölkerung von 200.000 «Seelen mit Gemüse zu versorgen, und wir glauben deshalb, daß die Zahl der Gemüsezüchter, wenn wir sie mit 2000 annehmen, eher zu niedrig als zu hoch gegriffen ist. Ziehen wir auch diese 2000 Familien von den nach e) verbleibenden 50.290 Familien ab, und nehmen wir an, daß die gesamte von ihnen bestellte Fläche 10 Dunam pro Familie, d. h. 20.000 Dunam beträgt, so ergibt sich, daß auf 48.290 Landwirte 5,564.000 Duname entfallen, somit würde jedes holding (ohne die Orangenpflanzer und Gemüsezüchter) durchschnittlich 115.7 Dunam betragen. g) Hope Simpson geht über die Tatsache, daß eine große Zahl von Arabern, die Gemüse oder Orangen unter Bewässerung kultivieren und dazu nur ganzkleine Flächen brauchen, mit der Bemerkung hinweg (p. 64): „Their number is not material to the argunient and may be set off against the reduction in the area due to th,e Güfrmajn villages and to a certain area of agricultural land held by some of the churches.{< Diese Behauptung ist in keiner Weise überzeugend. Es ist in den früheren beiden Paragraphen gezeigt worden, daß — im Gegensatz zu der Hope- Simpsonschen Behauptung — die Zahl der Landwirte, die von Orangen- oder Gemüsekultur leben, sehr beträchtlich ist. Die anderen Bemerkungen von H. S. würden nur dann Geltaing haben, wenn H. S. von seinen Berechnungen nicht nur die Böden ausgeschlossen hätte, die im Beteitze der Kirchen und der Deutschen sind, sondern auch die Zahl der Landwarte auf diesen Boden. Statt dessen gibt er überhaupt keine Ziffern über b^en Umfang dieser Böden und die Zahl der Bearbeiter. Er gibt auch keine Tatsachen dafür an, daß die durchschnittliche Fläche eines holding auf deutschem oder kirchlichem Boden größer ist als sonst im Laride. In Wirklichkeit ist der deutsche Boden zu einem großen Teil für intensive Kulturen (Orangen, Gemüse) ausgenützt, so daß eine Familie hier wahrscheinlich weniger Boden bearbeitet als die durchschnittliche Fellachenfamilie. Der Versuch von Hope-Simpson, den deutschen und kirchlichen Boden als Kompensation für den arabischen Orangen- und Gemüseboden zu benutzen, ist deshalb durch Tatsachen nicht belegt. 10. Hope-Simpson (p. 64) entnimmt dem Johnson-Crosbie-Bericht (p. 21), daß die 16,633 landwirtschaftlichen Familien in den untersuchten 104 Dörfern ins-