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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 100

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 100 (sequence 5)
Language
German
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Händen vorhandene Fläche von 5,644.000 Dunam auf diese 61.408 Familien verteilt wird, ergibt sich, daß auf jeden selbständigen arabischen Landwirt 91.9 Dunam entfallen (p. 64). 9. Diese Berechnung unterliegt folgenden Einwänden: a) Es ist nicht gerechtfertigt, den Beersheba-Distrikt völlig beiseite zu setzen. Der Beersheba-Distr,ikt und die sogenannte southern desert (südliche Wüste) nehmen (s. appendix III des Hope-Simpson-Reportes) 11,872-000 Dunam, d. h 45o/o der gesamten Fläche Palästinas ein. Der Hope-Simpson-Bericht begnügt sich damit (p. 20), kurz darauf hinzuweisen, daß, falls hier Wasser für Bewässerung gefunden wird, große landwirtschaftliche Möglichkeiten vorliegen, daß aber ohne Bewässerung das Gebiet nicht entwickelt werden kann. Diese kurze Abfertigung wird der großen Ausdehnung dieses Gebietes in keiner Weise gerecht. In dem Bericht der Joint Palestine Survey- Commission, den Hope Simpson so häufig zitiert, heißt es mit Bezug auf den Beersheba-Distrikt in dem Gutachten von Mr. Strahorn: „In my opinion there are considerable areas of land over which sufficienfc water for irrigation could be found at an economic depth." b) Es ist zweifelhaft, ob die ländliche Bevölkerung in den sieben Jahren von 1923 bis 1929 wirklich den enormen natürlichen Zuwachs von 260/0 jährlich gehabt hat. Darüber wird erst die Volkszählung von 1931 Aufschluß bringen können. c) Die Abwanderung von den Dörfern in die Städte, die in Palästina seit dem Jahre 1922 als Folge der vermehrten Bautätigkeit in den Städten und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der Städte eingesetzt hat, ist gänzlich außer Acht gelassen. Es ergibt sich im Gegenteil das überraschende Resultat, daß nach den Zahlen von Hope Simpson im Jahre 1930 nur 33.4o/o der ganzen nichtjüdischen Bevölkerung in den Städten wohnen würden, während der Prozentsatz bei der Volkszählung vom Jahre 1922: 34.30/0 betrug. Für jeden, der die Verhältnisse kennt, wird es absolut unglaublich sein, daß in Palästina entgegen den Vorgängen in allen anderen Ländern die städtisch© Bevölkerung sich schwächer vermehrt haben soll als die ländliche. d) Hope Simpson nimmt auf Grund der Angaben des Director of Health an (p. 26), daß die Familie eines Fellachen durchschnittlich aus ö1/^ Seelen besteht und kommt deshalb, wie oben erwähnt, zu 86.980 Familien in den Dörfern überhaupt und zu 61.408 Familien selbständiger Landwirte. In dem Johnson-Crosbie-Bericht (p. 4, table III) wird dagegen merkwürdigerweise auf Grund der Angaben desselben Departements of Health die durchschnittliche Seelenzahl einer Familie mit 6 angegeben. Ebenso findet sich dort (table III) die Mitteilung, daß die Fellachen in den von der Johnson-Crosbie-Commission untersuchten 104 Dörfern die Zahl der Seelen mit 136,044 und die Zahl der Familien mit 23.573 angaben, d. h. mit 5.76 Seelen pro Familie. Bei Zugrundelegung von 6 Seelen pro Familie ergibt sich, daß die Zahl der selbständigen Landwirte 56.290 beträgt. Auf jeden selbständigen Landwirt würden dann von der anbaufähigen Fläche Palästinas nicht, wie der Hope-Simpson-Bericht angibt 91.9 sondern 100.3 Dunam entfallen (bei Zugrundelegung von 5.76 Seelen pro Familie 96.3 Dunam). e) In der Rechnung von Hope Simpson wird außer Acht gelassen, daß in Palästina zurzeit 120.000 Dunam Boden mit Orangen bepflanzt sind, von denen

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