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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 99

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 99 (sequence 4)
Language
German
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und Geldmitteln bearbeiten kann, sondtern auch derjenige Boden, den die viel besser ausgerüsteten jüdischen Siedler bearbeiten können. d) Als ein Beispiel dafür, daß das qultivable Land für die jüdische Kolonisation vielen Boden einschließt, der für die Fellachen als uncultivable gilt, kann die Hule-area dienen. Hope Simpson (p. 22 und 23) übernimmt die Angabe des Directors of Surveys, daß von der gesamten Hule-Fläche von 191.000 Dunam, 65.000 Dunam marshy (sumpfig) und deshalb uncultivable seien, während er (p. 19) zugibt, daß diese marsh area durch reclamation cultivable gemacht werden kann. Diesen Boden als uncultivable fzu rechnen, ist um so weniger verstänjdlich, als die Regierung einem Araber bereit» eine Konzession für die reclamation der marlsh area übergeben hat. 6. Es ist ein schwerer Mangel des Hope-Simpson-Berichtes, daß die Karte der Flugzeugaufnahme, auf die sich Hope Simpson für seine Schätzung der Fläche im Bergland ^bezieht, bisher nicht veröffentlicht wurde und dadurch der Nachprüfung entzogen ist. Hope Simpson schreibt in seinem Bericht (p. 30) „that the area surveyed is shown in blue lines on Map Nr. 2 attached to this report". Aber in Wirklichkeit war die Karte dem Bericht nicht beigefügt und ist bis heute nicht veröffentlicht worden. Bevor dieser fundamentale Mangel nicht behoben ist, ist es unmöglich, die Hauptgrundlage des Hope-Simpson-Berichtes, nämlich seine Schätzung der cultivable Fläche im Berglande, zu prüfen. Die Jewish Agency hat sich im November und Dezember 1930 an die Palästina-Regierung gewendet und um die Vorlage der Karte gebeten, hat sie aber bis heu-te njicht ojrhalten. 7. Die Folgerungen, welche Hope Simpson aus der Flugzeugaufnahme zieht, scheinen die besten Sachverständigen Palästinas nicht überzeugt zu haben. In jedem Falle gibt der Bericht von Hope Simpson keinen Anhalt dafür, daß der Commissioner of Lands sich bewogen gefühlt hat, seine früheren Schätzungen nach der Flugzeugaufnahme zu ändern. II. Die Durchschnittsgroße einer Farm. 8. Der Hope-Simpson-Bericht stellt die Durchschnittsfläche eines agriculture] holding in der Weise fest, daß er von der gesamten „cultivable" Fläche von 8,044.000 Dunam abzieht 1,500.000 Dunam im Beersheba-District und 900.000 „ „ jüdischen Besitz 2,400.000 „ und daß er die dann verbleibenden (p. 24) 5,644.000 Dunam auf die nichtjüdischen Landwirte, die außerhalb des Beersheba-Districtes wohnen, verteilt. Die Zahl dieser nichtjü'dischen Landwirte wird festgestellt, indem angenommen wird, daß die ländliche Bevölkerung laut der Volkszählung vom Jahre 1922 außerhalb der Beersheba-area und nach Abzug der jüdischen ländlichen Bevölkerung sich von 1923 bis 1929 um 26 pro mille jährlich vermehrt habe (p. 158) und zurzeit 478.390 Seelen betrage s(p. 25). Unter der Annahme, daß jede Familie aus 5x/2 Seelen bestehe, ergibt sich die Zahl der Familien als 86.980 (p. 26 und appendix »II, p. 158). Weiterhin wird auf Grund des Johnson-Crosbie-Reportes die Zahl derjenigen Familien in den Dörfern, welche nicht selbständige Landwirte (cultivators), sondern Arbeiter (labourers) sind, auf 29.4o/o geschätzt, woraus die Folgerung gezogen wird, daß von den gesamten 86,980 Familien in den Dörfern Palästinas 61.408 selbständige Landwirte sind (p. 26). Indem die in nicht jüdischen

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