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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 98

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Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bemerkungen zum Bericht von Sir John Hope Simpson
Date
1931-03-01
Page
Seite 98 (sequence 3)
Language
German
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culturists in Palestine" (in folgendem Jdhnson-Crosbie-Bericht genannt) wird berichtet (p. 20), daß in den 104 Dörfern, welche die Kommission untersucht hat, von insgesamt 1,247.581 Dunam Boden 78.255 „uncultivated but cultivable" waren. Der Prozentsatz der „unqultivated but cultivable" Fläche betrug also in diesen 104 Dörfern 6.2 Prozent der Gesamtfläche. b) Zum wenigsten hätte Hope Simpson deutlich unterscheiden müssen zwischen Land, das nicht anbaufähig ist unter Zugrundelegung der jetzigen arabischen Methoden und solchem Land, das auch mit den besseren jüdischen Methoden nicht anbaufähig ist. Wäre er in die Einzelheiten der ganzen Frage näher eingegangen, so wür(de er bemerkt haben, daß die unbebaute Fläche in die folgenden Kategorien eingeteilt werden sollte. 1) Unbebautes Land, das sogar mit den gegenwärtigen Methoden des Fellachen angebaut werden kann (siehe oben unter a). 2) Land, das unbebaut ist, aber für Anpflanzung von Bäumen benutzt werden kann. Solche Anpflanzungen erfordern allerdings technische Kenntnisse und Aufwendung von Kapital, wie sie dem Fellachen nicht zur Verfügung stehen. In diese Kategorie gehören viele leichte Böden in der Küstenzone, die für die Anpflanzung von Orangen geeignet sind oder Gebirgsboden, wo Bäume angepflanzt werden können, falls das Gebirge terrassiert wird. 3) Land, das nicht bearbeitet wird, weil die Niederschläge ungenügend sind, das aber ohne weiteres bearbeitet werden könnte, wenn Wasser vom Untergrund oder von nahen Flüssen heraufgepumpt und für Bewässerung verwendet werden würde. Das ist der Fall z. B. im Jordantale und in einigen südlichen Teilen Palästinas. 4) Unbearbeiteter Boden, der nur dann anbaufähig gemacht werden kann> wenn große Verbesserungen vorgenommen werden^ die viel Zeit und Geld kosten, z. B. Sumpfgegenden, wie die Hule-Sümpfe. 5) Land, das zurzeit überhaupt nicht in ökonomischer Weise anbaufähig gemacht werden kann, wie z. B. die Wüste im Süden Palästinas und nackte Felsen im Gebirge. c) Wenn hiernach die Gleichsetzung von cultivable und cultivated sogar für die primitive arabische Wirtschaft nicht zutrifft, so trifft sie noch weniger zu, wenn wir die jüdische Landwirtschaft in Betracht ziehen, die mit ihren verbesserten Methoden auch solchen Boden bearbeiten kann, der für die Araber' als uncultivable gilt. Die jüdische Kolonisation hat mit Erfolg sandigen, sumpfigen und gebirgigen Boden nutzbar gemacht, der von den Arabern niemals bearbeitet wurde. Hope Simpson (p. 21) zitiert zustimmend die Definition des Commissioner of Lands, wonach als cultivable das Land angesehen wird, „which is actually cultivated or which can be brought under cultivation by the application of the labour and financial resources of the average iridividual Palestinian cultivator." Diese Definition muß vom Standpunkte der jüdischen Kolonisation zurückgewiesen werden, denn sie würde bedeuten, daß die heutigen Arbeitsmethoden des Fellachen mit seinem Mangel an Initiative und Kapital der entscheidende Faktor für die Vergrößerung der kultivierbaren Fläche . sind. Wenn der Bericht von Hope Simpson die Frage entscheiden soll, ob für neue jüdische Ansiedler in Palästina noch Platz ist, so ist es selbstverständlich, daß als cultivable nicht nur derjenige Boden anzusehen ist, den der Fellache mit seinen heutigen Methoden, Kenntnissen

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