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Palästina · 1931-03-01 · Heft 3-4 (März 1931) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 3-4 (März 1931)
Article
Bodenkauf, Pächterschutz und Siedlungsdichte in Palästina
Date
1931-03-01
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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den Leute zu schützen; Genehmigungen der Regierung bei Bodenübertragungen würden durch das Land Registry Office gegeben werden, aber nur unter der Bedingung, daß bei verpachteten landwirtschaftlichen Böden der Pächter eine ausreichende Fläche im selben Bezirk zu seinem Lebensunterhalt zugeteilt bekäme." Das Eingehen der Regierung auf die Forderungen der Araber verursachte der jüdischen Ansiedlung unermeßlichen Schaden, denn der Spekulation, arabischer wie jüdischer, wurde nun Tor und Tür geöffnet. Wäre damals einer jüdischen Bodenerwerbsgesellschaft, einer „Company of public utility", ein Kontrollrecht über private Bodenkäufe, wenn auch unter der Aufsicht der Regierung gegeben worden, so wären der jüdischen Kolonisation Hunderttausende von Pfunden erspart worden, die in nützlichen Transaktionen hätten investiert werden können und nicht einer schrankenlosen Spekulation zum Opfer gefallen wären. Die Krise der vierten Alijah von 1924/1925 wurde nicht zuletzt dadurch verursacht, daß die Einwanderer, unter denen tausende energischer und schöpferischer Menschen waren, unter dem Schutze des Gesetzes ausbeuterischen Spekulanten ausgeliefert wurden. Viele Einwanderer legten einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens in Bodenkäufen an, die Preise waren äußerst übertrieben, und so mußten sie zwangsläufig ihr Kapital, nach Aufhören der Alijah, verlieren. Außer den vielen Transaktionen in städtischen Böden, besonders in Tel-Aviv (wo Fälle einer 50- bis lOOfachen Steigerung der Bodenpreise gegenüber den Vorkriegspreisen vorkamen) muß erw7ähnt werden, daß auch auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Bodenkäufe unerhörte Preistreibereien statt hatten. Bekannt ist der FaU der Palestine Land Development Co. Ltd., die im Jahre 1924 nördlich von Jaffa etwa 4000 Dunam zum Preise von 5 Pfund pro Dun am erworben hatte. Dieser Kauf wurde vor beendigter Uebertragung durch eine damals auftretende Gruppe von Spekulanten vereitelt, die dem Verkäufer einen Preis von 9 Pfund pro Dunam boten und ihn so zum Rücktritt von dem ersten Vertrage brachten. Im Emek wurde damals ein Vertrag über 8000 Dunam mit 3.5 Pfund pro Dunam abgeschlossen. Durch Spekulanten wurde nachher der Preis auf 8 Pfund pro Dunam getrieben! Die jüdischen, Boden kaufenden Gesellschaften, vor allem die Palestine Land Development Co. Ltd., wurden also gezwungen,

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