Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1931)
- Article
- Bodenkauf, Pächterschutz und Siedlungsdichte in Palästina
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 83 (sequence 3)
- Language
- German
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sehe Spekulanten verhindern, vor allem auch die Konzentrierung großer Flächen in wenigen Händen. Zur Einschränkung der Spekulation erschien noch eine Bestimmung, nämlich Verweigerung einer zweiten Ueb ertragung eines Bodens im selben Jahre, wenn nicht der Uebertragende ausreichende Gründe für nochmalige Uebertragung des Bodens geltend machen konnte. Diese Beschränkung sollte Spekulanten daran hindern, Böden nur zum Zwecke des schnellen Wiederverkaufes mit Gewinn zu erwerben. Der „High Commissioner" hatte jedoch das Recht, jede Bodenübertragung zu erlauben, wenn er dies im öffentlichen Interesse für nützlich hielt und jede Uebertragung, die durch den Distriktscommissar aus irgend welchen Gründen nicht durchgeführt werden konnte, selbst anzuordnen. Damals protestierten die arabischen Großgrundbesitzer, die am Verkauf ihrer Böden am stärksten interessiert waren, mit aller Gewalt gegen irgendwelche Beschränkung von Bodentransaktionen. Ihre Bevollmächtigten in der Land-Kommission verlangten die Aufhebung aller Beschränkungen und die Vertreter der Juden, beeinflußt von der Regierung einerseits und von der Absicht andererseits, mit den Vertretern der Araber in dieser Kommission friedlich auszukommen, erhoben keinen Widerspruch.*) Auf diese Weise erschien die revidierte Bodenübertragungsordre vom Jahre 1921, die die Bestimmungen zugunsten der arabischen Pächter in Kraft ließ, aber die Paragraphen 6, 7 und 8, in denen Maßnahmen gegen Bodenspekulation getroffen waren, außer Kraft setzte. Die Ordre übertrug ferner die besonderen Rechte des „High Commissioners" bei Bodenübertragungen dem Leiter des zuständigen Land Registry Office. Alle Bodentransaktionen wurden dadurch sehr vereinfacht, daß sie politischen Stellen entzogen und der Bodenbehörde selbst übertragen wurden. In der revidierten Bodenordre von 1921 wird eingangs festgestellt, daß eine Anzahl Beschränkungen bei Bodenübertragungen der Ordre von 1920 entfernt werden sollten, aber „nach wie vor bestände die Notwendigkeit, die Rechte der auf dem Boden sitzen- *) Wir haben schon damals diese Haltung der jüdischen Vertreter als gegen die Interessen des Landes und der zionistischen Arbeit gelegen erklärt. Die Redaktion.