Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 14 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Article
- Schchunath Borochov - der gelungene Versuch einer Kleinsiedlung in Palästina
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379892-2379894-2392608--11577-2392847- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Siedler, was in diesem Falle durchaus erlaubt ist, so kommen wir auf ein Reinvermögen von Sehchunath Borochov von rund 20,000 Pfund. Das Durchschnitts vermögen der befragten Siedler stellt sich auf rund 161 Pfund. Sehr anschaulich wird das Bild, wenn wir die befragten Siedler in vier Gruppen A bis D, je nach der Länge ihres Aufenthaltes in der Siedlung einteilen. Dann beträgt das durchschnittliche Reinvermögen in Gruppe A (Aufenthaltsdauer fünf Jahre und mehr) 252 P:fund, in Gruppe B (Aufenthaltdauer zwei bis fünf Jahre) 187 Pfund, in Gruppe C (Aufenthaltsdauer weniger als zwei Jahre) 81 Pfund, und in Gruppe D (noch nicht angesiedelt) 78 Pfund. Die Ziffern zeigen klar die fortschreitende Vermögensbildung analog der Länge des Aufenthaltes in der Siedlung. Sie bringen auch zum Ausdruck, daß es eine Art- Elite ist, die nach Sclichunath Borochov geht. Es gibt schon verhältnismäßig beträchtliche Vermögen in Sehchunath Borochov. 50 Prozent aller untersuchten Falls haben ein Reinvermögen bis zu 100 Pfund, 27 Prozent bis zu 200 Pfund, 12.5 Prozent bis zu 300 Pfund. Bei der Berechnung des Vermögens wurde der Wert der erstgebauten 22 Häuser ebenso außer Betracht gelassen, wie die auf ihnen ^ruhende Belastung, was den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Nicht gerechnet wurde ferner der für die Ueberlassung der Steflle gezahlte Betrag (durchschnittlich 25 Pfund) und ebenso nicht die dafür noch zu zahlende Restsumme (27 bis 29 Pfund, zahlbar innerhalb 9 bis 15 Jahren). Einkommen. Mit Ausnahme - von drei Fällen (ein Kranker, zwei von Angehörigen Abhängige) haben alle befragten Siedler ein stabiles Einkommen, sei es aus Lohnarbeit, sei es aus ihrer Wirtschaft (vier Fälle von selbständigen Landwirten). Die Untersuchung des Einkommens wurde so genau wie. möglich vorgenommen und auf verschiedene Weise kontrolliert. Da bei der noch nicht angesiedelten Gruppe D die Möglichkeit dieser Kontrolle nicht vorhanden war, wurde die Untersuchung auf die übrigen drei Gruppen beschränkt. Das Einkommen ist sehr verschieden, je nachdem ers sich um Angestellte oder Nicht angestellte handelt. In der ältesten Gruppe A beträgt das Monatseinkommen durchschnittlich 10 Pfund (Angestellte 15 Pfund, Nichtangestellte 7,680 Pfund), in den beiden anderen Grujppen fast übereinstimmend 8,800 Pfund (Angestellte 11,700 Pfund, Nichtangestellte 7,330 Pfund). Das Durchschnittseinkommen der vier selbständigen Landwirte beträgt 15 Pfund. Zu dem Aijbeitseinkommen kommt in 25 Prozent der untersuchten Fälle ein Zusatz-Bareinkommen aus der HilfsWirtschaft in Höhe vonLö bis 60 Prozent des Arbeitseinkommens. In nicht weniger als fünf Fällen übersteigt das Bareinkommen aus der HilfsWirtschaft 50 Prozent des Arbeitseinkommens. Das Gesamteinkommen der Siedler, die die Produkte ihrer Hilfswirtschaft zum Verkauf bringen können, beträgt in Gruppe A (fünf Jahre und länger in der Siedlung) durchschnittlich 13.300 Pfund (3,300 Pfund über das Arbeitseinkommen der betreffenden Siedler), in Gruppe B (zwei bis fünf Jahre in der Siedlung) 9,100 Pfund (2,100 Pfund über das Arbeitseinkommen), in Gruppe C (weniger als zwei Jahre in der Siedlung) 9,200 Pfund (1,500 Pfund über das Arbeitseinkommen). Dadurch wurde lediglich der durch den Verkauf der Produkte erzielte Erlös gerechnet, lieber den W<4rt der im eigenen Haushalt verzehrten Produkte ließen sich genaue Angaben nicht ermitteln. Er blieb daher ohne Ansatz; natürlich liegt gerade in dieser Verwendung der Erzeugnisse der