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Palästina · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Article
Über die Rentabilitätsberechnung in den Arbeitersiedlungen des Keren Hajessod
Date
1931-01-01
Page
Seite 28 (sequence 14)
Language
German
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auch einen weiteren Vorteil bietet, da sie die Basis schafft, vorn der aus ein richtiger Vergleich der Rentabilität der K. H.-Siedlungen mit der Rentabilität anderer, auf der Grundlage der gemischten Wirtschaft oder des* Plantagewirfrschaft aufgebauten Betriebe angestellt werden könnte. Der zweite Grund ist noch einleuchtender. Es wird jetzt ein groß angelegter Plan, tausend Arbeiterfamilien in der Zone der intensiven Orangenwirtschaft anzusiedeln, in Angriff genommen. Nach sorgfältiger Prüfung ist man zu der Einsicht gekommen, daß diese Ansiedlung, bei deren Durchführung der Siedler durch weitgehende Arbeitsbeteiligung mitwirkt, durchführbar ist„ wenn es dem Siedler gelingt, sich während dier «rsten sechs Jahre seiner Ansiedlung ein Einkommen von 5 Pfund monatlich (d. h. 25 Arbeitstage zu 200 Mil) als Arbeitslohn in den umliegenden Kolonien zu sichern. Die weiteren vier Jahre bis zur vollen Ertragsfähigkeit der Plantage dürften sein Einkommen kaum erhöhen, da um diese Zeit die erste» Zinsen und Kapitalsraten fällig sind. Es ist vollkommen unverständlich, warum in diesem Siedlungsplan die Einschränkung der Siedler für die Dauer der erstell sechs bis zehn und wahrscheinlich viel mehr Jahre auf ein Einkommen von 200 Mil pro Tag zulässig und durchführbar wäre (wobei noch zu beachten ist, daß der reale Wert dieser 200 Mil in einer Plantagenwirtschaft kleiner ist als in einer Emek-Wirtschaft), während in den K. H. - Siedlungen ein ganz anderer Weg eingeschlagen werden sollte. V. Wir wollen jetzt versuchen, die Bilanzen einiger K. H.-Siedlungen auf der Basis eines Einheitslohnes von 200 Mil umzurechnen, um ein ungefähres Bild darüber zu bekommen, wie diese Umrechnung ihre Rentabilität und die Rentabilitätsaussichten beeinflussen würde. Zu Vergleichszwecken wird eine analoge Umrechnung auf der Basis von 250 Mil pro Tag und auf der Basis des Gehaltes eines Beamten der Arbeiterorganisation durchgeführt. Dieser Versuch stützt sich auf das heute übliche Bilanzierungsverfahren der K. H. - Siedlungen. Danach verteilen sich die Arbeitstage auf Arbeit in den verschiedenen Wirtschaftszweigen und auf Arbeit, die auf Rechnung der Investitionen, des Betriebskapitals, der Verpflegung der Arbeitstiere und der Administrations- und Betriebskosten (diese letzteren bekannt unter der Bezeichnung „allgemeine Ausgaben") gehen. Die Umrechnung der Arbeitstage, die für die verschiedenen Wirtschaftszweige verwendet werden, ist von größter Wichtigkeit, da sie das Gewinn- und Verlustkonto direkt beeinflussen. Die Tage, die auf Rechnung der Investitionen und des Betriebskapitals gehen, beeinflussen das Gewinn- und Verlustkonto nicht. Das Resultat dieser Umrechnung ändert nur die für den Betrieb nötigen Kapitalsummen. Von der Umrechnung des Postens der Arbeitstiereverpflegung und der Administration wurde hier Abstand genommen, beim ersten, weil es sich um ganz kleine Differenzen handelt, beim zweiten, weil es sich zum Teil um Arbeit handelt, die einen höheren Arbeitslohn beanspruchen könnte (zum Beispiel Buchhaltung, Verwaltungsarbeit usw.) und um den Sicherheitskoeffizienten der Umrechnung zu vergrößern.

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