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Palästina · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
14 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Article
Über die Rentabilitätsberechnung in den Arbeitersiedlungen des Keren Hajessod
Date
1931-01-01
Page
Seite 29 (sequence 15)
Language
German
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Um die Sache klarer zu machen, bringen wir einige Ziffern aus den Bilanzen einer der Emek-Kwuzoih, bei der die Umrechnung gemacht werden soll. Diese Kwuzah, die zu den voll equipierten zählt, hatte im Rechnungsjahre 1928/29 im Durchschnitt 49 Mitglieder. Sie schloß die letzten drei Jahre mit Ueberschüssen ab, und zwar: die Bilanz des Jahres 1926/27 mit einem Ueberschuß von 153.375 Pfund; die des Jahres 1927/28 mit einem Ueberschuß vod 132.999 Pfund; die des Jahres 1928/29 mit einem Ueberschuß von 316.328 Pfund Der Arbeitstag wurde berechnet im Jahre 1926/27 mit 202.9 Mil; im Jahre 1927/28 mit 247.28 Mil; im Jahre 1928/29 mit 300.27 Mil. Im Jahre 1928/29 haben die diversen Arbeitszweige 5609.25 Arbeitstage benötigt. Außerdem wurden auf Rechnung der Investitionen und des Betriebskapitals weitere 1290.75 Arbeitstage und für Verpflegung der Arbeitstiere und Administration („allgemeine Ausgaben") 1217.50 Tage verwendet. Die Gesamtzahl der der Wirtschaft gewidmeten Tage betrug also 8117.50 Arbeitstage, die alle mit 300.27 Mil berechnet wurden. 1. Berechnen wir nun die Arbeitstage mit 200 Mil statt mit 300.27 Mil. In diesem Falle würden die diversen Wirtschaftszweige nicht 316,628 Pfund ergeben, sondern 879,067 Pfund. Es ist jedoch dabei folgendes zu beachten. Unter den Wirtschaftszweigen dieser Kwuzah im Jahre 1928/29 erscheint der Posten „Außenarbeit" mit 1131 Arbeitstagen zu 300,27 Mil und einem Ueberschuß von 220,512 Pfund. Dieser Posten der Außenarbeit spielt in den ersten Jahren des Bestandes aller Siedlungen eine wichtige Rolle und wird dahen mit Recht als ein „Zweig der Wirtschaft" betrachtet, jedenfalls solange die übrigen Wirtschaftszweige noch nicht ihre volle Entwicklung erreicht haben. Will man jedoch die Rentabilität nur der landwirtschaftlichen Zweige feststellen, dann muß man diese Einnahmsquelle aus der Rechnung streichen, wodurch sich ein anderes Bild ergibt. Der Ueberschuß des Jahres 1928/29 nach Abzug des Nettoertrages für die Außenarbeit wird betragen bei einer Berechnung des Arbeitstages mit 300,27 Mil 96,116 Pfund, bei einer Berechnung des f Arbeitstages mit 200 Mil 524,093 Pfund. 2. Bei einem Arbeitslohn von 250 Mil pro Tag ergibt sich in den diversen Wirtschaftszweigen mit der Außenarbeit ein Ueberschuß von 598,605 Pfund; ohne Außenarbeit ein Ueberschuß von 321,765 Pfund. 3. Viel komplizierter ist der Versuch, das Gehalt eines Beamten der Arbeiterorganisation als Grundlage der Umrechnung anzunehmen. Dieses Gehalt beträgt für jeden im Betriebe Beschäftigten 70,500 Pfund pro Jahr ohne Familienzulagen (siehe Fußnote Seite 25). Da aulf jede,s Mitglied der Kwuzah im Durchschnitt 261 Arbeitstage pro Jahr entfallen, ergibt sich, daß aus der Gesamtzahl der 49 Mitglieder in den verschiedenen Wirtschaftszweigen mit der Außenarbeit 21.5, ohne die Außenarbeit 16.3 Mitglieder beschäftigt waren. Die Summe der Gehälter beträgt im ersten Falle 1495,75 Pfund, im zweiten Falle 1149,15 P*furid.; Rechnet man noch den entsprechenden Zuschlag für Kinder hinzu (266,64 Pfund im ersten und 201,80 Pfund im zweiten Falle), dann kostet die Arbeit 1762,390 Pfund, bezw 1350,95 Pfund pro Jahr, also im Vergleich mit heute um 78,100 Pfurid, bezw. 6,270 Pfund mehr. Folglich

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