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Palästina · 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · p. Seite 425

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 12 (Dezember 1930)
Article
Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
Date
1930-12-01
Page
Seite 425 (sequence 13)
Language
German
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würde. Ueber diese beiden Klassen der Bevölkerung spricht Mr. Snell in seinen Vorbehalten zum Bericht der Untersuchungskommission für die Unruhen. Er sagt auf Seite 177: „Auf der anderen Seite müßten die Araber mit einem genügend großen Bodenbesitz ausgestattet werden, der ihnen einen angemessenen Lebensstandard verschafft" und auf Seite 181: „Wenn es noch Araber gibt*, die infolge der Unfähigkeit der Palästina-Regierung, auf administrativem Wege die Maßnahmen der im Lande geltenden Bodengesetze anzuwenden, landlos sind, so müßten Schritte durch die Regierung unternommen werden, um sie auf öffentliche Kosten auf dem Lande anzusiedeln." Wanderung und ihre Schwierigkeiten. Die Aufgabe der Development Commission wird keine leichte sein. Unter anderen Problemen wird sie auch das der Wanderung umfassen. Es ist klar, daß es unmöglich sein wird, die Größe einer Fellachenwirtschaft im Hügellande zu steigern, außer durch Maßnahmen, welche die Umsiedlung eines anderen Fellachen vom Hügelgebiet anderswohin und die Ausnützung dessen Besitzes zur Vergrößerung des ersten mit sich bringen, um so ein „lebensfähiges Grundstück" zu schaffen. „Der Prozeß der Wanderung bringt viele Schwierigkeiten mit sich... von denen nicht die geringste die verständlichen Einwendungen der Bodenbesitzer in der Nachbarschaft der neuen Wirtschaft sind, weil sie mit Bezug auf das den Immigranten gegebene Land glauben, daß sie und ihre Familien einen bevorrechtigten Anspruch haben. Viel Takt und Voraussicht sind erforderlich, wenn man Wanderungspläne aufstellt und Bodenbesitzer veranlaßt, in einen Landesteil zu wandern, wo die lokalen Bindungen . . . ihnen fremd sein würden . . . Obwohl die Wanderung einen wesentlichen Teil der Politik des früheren Congested District Board bei der Behandlung seiner Ländereien bildete . . ., so verhinderten die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten eine Entwicklung seiner Politik in größerem Ausmaße . . . Die jetzt fast universelle Freiheit des Bodenverkaufes in Saorstat Eireann ermöglicht die Durchführung ausgedehnterer Wanderungspläne." Dies ist ein Zitat aus dem Bericht der ^Irish Land Commissioners für das mit dem 31. März 1929 endigende Jahr. Es besteht kein Zweifel, daß man ähnlichen Schwierigkeiten bei jeder Politik begegnen wird, die Wanderungen zur Folge hat. Im Falle der Fellacjhen jedoch sind seine Lebensbedingungen so unerträglich, daß die Schwierigkeit der Wanderung sich nicht in einem solcjhen Grade zeigen wird. Er ist ständig auf der Wanderschaft, sogar zur gegenwärtigen Zeit. Er geht überall hin, wo er Arbeit zu finden hofft. Viele haben das Land überhaupt verlassen. Eine Auswanderung gleichen Charakters ist auch in Syrien und im Irak festzustellen. Beziehungen zum Landwirtschaftsdepartement. Die Beziehungen zwischen einer Development Commission und dem bestehenden Landwirtschaftsdepartement müssen umrissen und klargelegt werden. Es besteht die Gefahr der Eifersucht und des Kompetenzkonfliktes. Beide Gefahren sind vermeidbar. Das Ziel ist bei beiden Körperschaften das gleiche, nämlich die Verbesserung der Lebensbedingungen des Kleinsiedlers. Wenn die Beziehungen zwischen der Kommission und dem Oberkommissär eng und freundschaftlich sind, wie es der Fall sein muß, wenn der Plan einen vollen EJrfolg haben sojll, so dürfeji die Beziehungen zwischen der Kommission und dem Departement nicht anders als zufriedenstellend sein.

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