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Palästina · 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · p. Seite 417

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 12 (Dezember 1930)
Article
Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
Date
1930-12-01
Page
Seite 417 (sequence 5)
Language
German
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Standpunkt, den Harry Snell in seinen Reservationen eingenommen hat Dennoch aber kritisiert er den zu starken Einjfluß, den die Histadruth auf die» Auswahl der Immigranten ausübt. Die Art der Hachscharah mit ihren Lehrgütern in der Nähe von Warschau, in Galizien, Deutschland und Frankreich wird erwähnt, ebenso die Instruktoren, die seitens der Histadruth in diesen Lehrgütern verwendet werden. Diese Instruktoren erhalten von der Histadruth' nur die Reisekosten, während sie das übrige entweder selbst verdienen oder aus Mitteln der Zionistischen Organisation erhalten. Die Histadruth hat tatsächlich einen unberechtigten Einfluß auf die Auswahl der Immigranten, „In der großen Mehrheit der Fälle hat ein Einwanderer keine Chance, wenn er nicht persona grata bei der Histadruth ist." Als Beweis wird aus einem Memorandum der Histadruth an die Shaw-Kommission ein Passus zitiert, in dem festgestellt wird, daß sie einen entscheidenden Einfluß auf die zionistische Jugend in Diaspora ausübt, die sie mjit dem zionistischen Ideal und dem der Selbstarbeit erfüllen will, und daß die Chaluz-Organisationen, die das hauptsächliche Menschenmaterial für das zionistische Palästinawerk bilden, organisch verbunden sind mit der Histadrutih, die ihr Erziehungswerk kontrollieren. Ein einwandernder Chaluz werde automatisch Mitglied der Histadruth, sobald er in Palästina ankommt. Als weiterer Beweis wird eine Klage der Agudath Israel wegen Nichtberücksichtigung ihrer Arbeiter angeführt. Nunmehr wird die Technik der Zertifikaterteilung an die Zionistische Organisation, resp. die Jewish Agency geschildert und hiefür folgendes Schema aufgestellt: A. Jüdische Arbeitslose; B. Juden, deren Arbeit im Laufe eines halben Jahres beendet sein wird; C. Summe von A. und B.; D. Anforderung jüdischer Arbeiter durch größere private und öffentliche Körpers chaf t en; E. Schätzungsweise Anforderung von kleineren Firmen; F. Reserve (zur Verfügung des Immigrationsbeamten); G. Summe v o n D., E., F. Die Differenz zwischen C. und G., mit Ausnahme der unter F. genannten Reserven, stellt die Zahl der Zertifikate dar, die der Jewish Agency übergeben werden, und zwar zu deren freier Verfügung. Es wird auf eine Reihe von Mißständen hingewiesen, die sich durch Fehler des Systems ergeben haben und verlangt, daß wieder wie früher einmal Beamte der Mandatarmacht an Punkten wie Warschau eine Kontrolle vornehmen. Nach diesen mehr technischen Einzelheiten geht S. auf die Tätigkeit und die Politik der Histadruth ein, die, weit mehr isei, als eine Arbeiterföderation im gewöhnlichen Sinne. Aus dem Bericht, den die Histadruth an die Shaw- Kommission gerichtet hat, wird ein großer Abschnitt abgedruckt, aus dem der Umfang der Organisation und die führende Rolle, die die Histadruth im Zionismus spielt, hervorgehen sollte. S. verweist auch darauf, daß Mitglieder der Histadruth gegen andere Mitglieder keine Klage bei Gericht einbringen dürften, sondern daß eigene Gerichtshöfe der Histadruth unterhalten werden. „Jüdische Arbeit der Grundstein des jüdisch-nationalen Heimes", so überschreibt S. den nächsten Absatz und zitiert aus einem Brief Arlosoroffs eine Reihe von Stellen, in denen etwa ausgesprochen wird, der Aufbau des Na-

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