Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1930)
- Article
- Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 416 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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gärten, die ihrem Inhaber ein reiches Auskommen gewähren. Ganz ähnlich hat die Zionistische Organisation in Kirjath Anawim . Erfolge erzielt. Trotz mangelnder Bewässerung sind sie wundervoll gediehen. Ueberall pflanzen die Juden, alle ihre Kolonien sind mit Fruchtbäumen bedeckt. Zum Schulwesen übergehend, wird mit Bewunderung festgestellt, daß nahezu sämtliche jüdischen Kinder (jüdische) Schulen besuchen und daß dieses Schulwerk von jüdischen Instanzen mit nur sehr geringer Unterstützung seitens der Verwaltung unterhalten wird. Es sei eine beständige Klage in jüdischen Kreisen darüber, daß die staatlichen Zuwendungen so gering sind (20.000 Pfund), während die Zionistische Exekutive für ihre insgesamt 227 Schulen im Jahre 1928/29 162.500 Pfund aufgewendet hat. Ein vollkommen anderes Bild geben die arabischen Schulen (insgesamt 308), davon 259 in den Dörfern. Im Laufe des letztein Jahres hat die ZJahl der Schul ein um vier abgenommen. Von den schätzungsweise 95.000 Kindern in den arabischen Dörfern haben nur etwa 13.2 Prozent Schulunterricht. Das Gesamtbudget der Schulen für Araber liegt mit 144.119 Pfund, um mehr als 18.000 Pfund unter dem von der jüdischen Organisation für den gleichen Zweck ausgegebenen Betrage. Dennoch ist nicht einmal dieses bewilligte Budget ganz ausgegeben worden. Da ohne Schulunterricht eine Entwicklung der Bevölkerung und ein Verständnis für fortschrittliche Methoden des Landbaues nicht möglich ist, wird die falsche Sparsamkeit getadelt. In dem folgenden Unterabschnitt über Bewässerung, in dem ein besonderer Abschnitt die Auja-Konzession behandelt, wird die Politik der Regierung beim Uebergang der Huleh-Böden in den Besitz eines Konzessionärs in Beirut getadelt und nochmals beklagt (siehe auch oben), in welcher unpraktischen Weise die Beisan-Böden verteilt worden sind. Der nächste Abschnitt über die Kooperativen stellt wiederum einleitend die Pionierrolle fest, die die Juden spielen. Nicht \ weniger als 249 Kooperativen sind registriert, von denen jedenfalls 173 arbeiten. Sie sind ausnahmslos jüdische. Die 134 jüdischen Kooperativ-Gesellschavften, die Gegenstand einer Untersuchung waren, hatten 33.000 Mitglieder, ein Kapital (einschließlich 'Reserven) von 334.327 Pfund und außerdem Depositen und Spareinlagen von 294.411 Pfund, so daß ihre Lage als a/ußerordentlich zufriedenstellend bezeichnet werden muß. Nachdem einzelne der hauptsächlichen Kooperativgesellschaften, wie Pardes, Hamaschbir, Tenuwah, Jakhin, beschrieben worden sind, wird der Grund untersucht, warum die Araber bisher keine Kooperativgesellschaften bilden konnten, ob dies möglich ist, oder nicht, und es wird den jüdischen Kooperativen nahegelegt, arabische Mitglieder aufzunehmen, womit auch eine Annäherung zwischen Juden und Arabern herbeigeführt werden würde. Das folgende Kapitel über landwirtschaftliche Produkte, das an und für sich zweifellos sehr bedeutungsvoll und interessant ist, muß hier außer Betrachtung bleiben, ebenso das über die Industrie. Dagegen ist das folgende letzte Kapitel über Immigration von außerordentlicher Bedeutung und führt zu schwerwiegenden Schlüssen. Die Ziffern für die Ein- und Auswanderung seit 1922 werden in besonderen Anhängen mitgeteilt und die verschiedenen Vorschriften über jüdische Einwanderung aufgezählt. Im Anschluß an den Report der Shaw-Kommission über die Verteilung der Zertifikate nach politischen Gründen stellt sich H.-S. auf den