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Palästina · 1930-12-01 · Heft 12 (Dezember 1930) · p. Seite 415

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 12 (Dezember 1930)
Article
Der Bericht Sir John Hope Simpsonś
Date
1930-12-01
Page
Seite 415 (sequence 3)
Language
German
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der Araber-Resolution des XII. Zionistenkongresses unvereinbar ist. Durch die Landkäufe des NF. (K. K. L.) wurde der Boden exterritorial. Der Araber sieht diese Terrains für ewige Zeiten aus seinem Bereich entschwinden. Nicht nur, daß er sie nicht zurückkaufen kann, er kann auch nie dort Arbeit finden. Der Boden wird „tote Hand". Dieser „Boykott arabischer Arbeit", unvereinbar mit Art 6 des Mandats, stellt eine Gefafh'r für das Land dar. Und alle Anstrengungen werden von zionistischer Seite gemacht, dieses bisher auf diQ zionistischen Siedlungen beschränkte Prinzip auch auf die der Piea auszudehnen. Zur Beseitigung dieser, aus Gründen der Gerechtigkeit und der öffentlichen Sicherheit gleicherweise abzulehnenden Praxis, für die die Histadruth verantwortlich gemacht wird, wird die Hilfe der Zionistischen Organisation angerufen. Simpson spricht nun über die zionistischen Forderungen auf Ueberlassung von Staatsländereien und konstatiert nach einer Darstellung des Materials (die von zionistischer Seite angefochten wird), daß Ländereien im beträchtlichen Umfang, die in Händen der Regierung sind, und für jüdische Ansiedlung zur Verfügung gestellt werden könnten, nicht vorhanden sind. Allerdings macht H-S darauf aufmerksam, daß nur durch die Erneuerung der Huleh-Konzession und durch die sehr großzügige Uebergabe der Beisan-Ländereien an Araber die Juden leer ausgegangen sind. Die folgenden Kapitel über die Lage der Fellachen enthalten ausführliche Untersuchungen über das Minimum von Land verschiedener Bodenarten, das den Lebensunterhalt für die Familien bieten kann, und beschäftigen sich mit dem Problem der Fellachen und der Beduinen, das man nicht übersehen dürfe. Der Beduine ist pittoresk, aber wirkt als'ein Anachronismus in kultivierbaren und unkultivierbaren Gegenden. Auf die Streitigkeiten zwischen Juden und den herumziehenden Beduinen eingehend, bemerkt H-S, daß z. B. in Waadi el Chawareth der Streit darum geht, ob, wie die Juden behaupten, die Beduinen jetzt erst neuerdings auf den Böden erschienen sind, oder, wie sie selbst behaupten, jährlich um die gleiche Zeit mit ihren Herden auf diesen Böden erscheinen. Im letzteren Falle müßten sie entschädigt werden, wenn sie den Boden verlassen müssen. Das Kapitel über die Entwicklung des Landbaues stellt zunächst fest, daß eine der wichtigsten und fortschrittlichsten Tätigkeiten der Juden in Palästina» die wissenschaftliche Entwijklung des Landbaues ist. Die Versuchsstation in Tel-Aviv mit ihren Nebenzweigen im La\nd ist nicht nur beschäftigt mit Untersuchungsarbeiten von allerhöchstem Werte für die palästinensische Landwirtschaft im allgemeinen, sondern ist auch der Mittelpunkt für einen Instruktionsdienst für jüdische Siedlungen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1922 sind ungefähr 85.000 Pfund für Einrichtung und Aufrechterhaltung ausgegeben worden. Drei Laboratorien beschäftigen sich mit der Pathologie der Pflanzen, Entomologie und der Chemie des Bodens. Die Lehrkurse und ihre besonderen Instruktoren werden gewürdigt. Die Versuchsstation der Universität hat ebenfalls viel nützliches geleistet. Es folgt dann eine Schilderung der Tätigkeit des Departements of Agriculture der Palästina-Regierung, deren nicht zureichendes Budget bemängelt wird. Mit besonderer Betonung wird auf die Bedeutung der Aufforstungen hingewiesen, die fast ausschließlich in jüdischen Händen liegt. Auf anscheinend völlig unfruchtbarem Felsenboden in Mozah, wo eine Wüste ohne jede Vegetation irgendwelcher Art gewesen war, stehen heute weite Obst-

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