Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1930)
- Article
- Der Absatz der landwirtschaftlichen Produkte
- Date
- 1930-07-01
- Page
- Seite 286 (sequence 5)
- Language
- German
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286 liegt in den niedrigen Milehpreisen, und wenn im Bezirk Haifa die Milchwirtschaft sich vergrößert, so liegt dies nicht etwa an besseren Preisen, sondern daran, daß die Siedlungen des Bezirkes Haifa noch in der Entwicklung begriffen sind. Tabelle IV. Herkunftsbezirke der Produkte. Aus den Siedlungen im Bezirk Tenuva Jerusalem 5689 vergl. m. 5688 Tenuva Tel-Aviv 5689 vergl. m. 5688 Tenuva Haifa 5689 vergl. m. 5688 im Ganzen 5689 vergl. m. 5688 Milch 1 Eier St Geflügel kg Bananen t Weintrauben t Tomaten t Eierfrüchte t Kohl und Blumenkohl t Mohrrüben t 494.680 + 16*7% 13.809 862 15*2 3-5 526.930 — 2-3% 190.990 12*863 27*2 23-3 13*4 31-6 76 18 1,767.000 +42*4% 681.989 34.485 130-1 303*2 94-1 348 228-7 85*4 2,788.600+26-5% 886.788 + 149% 48.210+75-7% 157-3+252-3% 341-7 + 570% 111 + 126"5% 379-6+58*8% 304-7 + 182.1% 103-4+84-6% Als Abnehmer für die landwirtschaftlichen Produkte der jüdischen Siedlungen, deren Verkauf > in den Händen der kooperativen Organisation „Tenuva" liegt, kommt in erster Linie natürlich der jüdische Jischuw Palästinas, besonders in den Städten, in Betracht. Hier befindet sich die jüdische Produktion einerseits in Konkurrenz mit der manchmal billigeren arabischpalästinensischen Produktion, anderseits für viele Produkte mit dem Auslande, wie etwa für Butter. Die Erziehung des Jischuw zum Kauf jüdischlandwirtschaftlicher Produkte hat in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Interessant ist, in diesem Zusammenhange zu erwähnen, daß sich in Tel- Aviv in der letzten Zeit Verbraucherorganisationen gebildet haben, die größtenteils aus Intellektuellen, wie Lehrern, Aerzten usw. bestehen, und die sich die Deckung ihres Bedarfes an Gemüse aus jüdischer Produktion zur Aufgabe gemacht haben, später vermutlich auch andere Lebensmittel in den Umkreis ihrer Tätigkeit einbeziehen werden. Diese Verbraucherorganisationen haben sich mit der „Tenuva" in Verbindung gesetzt, die die Befriedigung ihres Bedarfs übernommen hat. In Haifa ist festgestellt worden, daß 40 Prozent der jüdischen Familien der Stadt und der Außenbezirke ihren Bedarf direkt bei der „Tenuva" decken, wozu eine große Zahl von Familien kommt, die die Produkte der jüdischen Siedlungen in anderen Läden kaufen, denen sie von der „Tenuva"