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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 285

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Der Absatz der landwirtschaftlichen Produkte
Date
1930-07-01
Page
Seite 285 (sequence 4)
Language
German
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Differenz zwischen dem Detail-Milchpreis, den der Verbraucher in der Stadt zahlt, und dem Betrage, den die Siedlung für die von ihr verkaufte Milch erhält, im Durchschnitt 45 Prozent, ein Betrag, wie er auch in fortgeschrittenen Ländern Amerikas und Europas keine Seltenheit ist. In der Tabelle gibt die erste Spalte den vom Einzelverbraucher gezahlten Preis an. Auf diesen Preis gewährt die „Tenuva" Großabnehmern, wie Krankenhäusern und Hotels, eine Ermäßigung, unter deren Berücksichtigung sich der in der zweiten Spalte der Tabelle verzeichnete Bruttobetrag ergibt. Die folgende Spalte gibt die Ausgaben der „Tenuva" an, die von dem Erlös in Abzug zu bringen sind. Spalte 4 verzeichnet den Betrag, den die „Tenuva" ihren Mitgliedern, den einzelnen Siedlungen, bezahlt. In der folgenden Spalte werden die Beträge angeführt, die die Siedlung auf Grund ihrer eigenen Unkosten abziehen muß, um dann den in Spalte 6 angegebenen Betrag dem einzelnen Siedler, dem Erzeuger, auszuzahlen. Die letzte Spalte gibt die Differenz des Detailverkaufpreises und des dem Erzeuger gezahlten Preises an. Tabelle III. Verbraucher- und Erzeugerpreise für Milch. 1 2 3 4 5 6 7 Detail¬ Brutto¬ Ausgaben Zahlung Ausgaben Zahlung Differenz preis preis der an der an zwischen pro Liter pro Liter Tenuva Siedlung Siedlung Siedler 1 und 6 M i 1 s Jerusalem Trinkmilch 36*4 32'9 7 25-9 3 22*9 63% Ver arb eitete Vollmilch — 26*4 6 20*4 3 17*4 66 o/o Tel-Aviv Trinkmilch 33*6 27'4 5*2 22*2 3*5 18*7 55 0/o Alle Arten v. Vollmilch — 25*4 6*1 19*3 3*5 15*8 62 0/0 Haifa Trinkmilch 29-6 24-5 5*2 193 3*1 16*2 55 0/0 Alle Arten v. Vollmilch — 22*64 6*8 15-84 3*1 12*74 56 o/o Die Siedler im Emek erhalten einen schlechteren Preis für die Milch als viele Siedler in Judäa, weil der größte Teil der im Emek erzeugten Milch nach Judäa verschickt wird und deshalb die Unkosten weit größere sind. In der folgenden Tabelle IV wird gezeigt, in welchem Maße die Siedlungen jeder der drei Tenuvabezirke an der Lieferung der wichtigsten Produkte beteiligt sind. Dabei ergibt sich, daß von den 2.75 Millionen Liter Milch, die die Tenuva im letzten Jahre verkauft hat, nur eine Million aus den Siedlungen der Bezirke Jerusalem und Tel-Aviv stammt, der ganze Rest aus dem Emek und den sonstigen zum Bezirk Haifa gehörenden Siedlungen. Es ergibt sich sogar, daß im Bezirk Tel-Aviv die im letzten Jahre erzeugte Milchmenge um 2 Prozent geringer ist, als im Vorjahre, während sie in Jerusalem um 17 und in Haifa um 42 Prozent gewachsen ist. Diese Tatsache ist um so bemerkenswerter, als gerade im Bezirk Tel-Aviv der Anbau von Grünfutter leichter und billiger ist als in anderen Bezirken. Der Grund

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