Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 281

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Die Mineralschätze Palästinas
Date
1930-07-01
Page
Seite 281 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2379786-2379883-2379889-2391723--10923-2391987
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

sind, wenn der Stein als Quelle für Kalk (zum Bauen) angesehen wird. 100.000 28X Tonnen bituminöse Kalksteine werden 40.000 Tonnen Kalk und 8500 Tonnen Rohöl ergeben. Erze. Bei einer Analyse der Kalksteinfelsen um Khan Hatrura berichtete Blanckenhorn über einen Gehalt von 1.43 Prozent Chromoxyd. Aehnliches Gestein kommt gegen das südliche Ende des Toten- Meeres vor. Manche von den kristallinischen Mineralien scheinen positive Reaktionen auf Vanadium zu geben. Die Worte Moses: „Aus diesen Hügeln mögt ihr Kupfer graben", beziehen sich wahrscheinlich auf den Abhang südlich des Toten Meeres, aber in dem bewohnten Teil von Palästina und Transjordanien sind Kupfererze selten. Malachit (Kupferkarbonat) kommt nördlich von Gaza vor, und es scheint, daß diese Lager in der Vergangenheit ausgenützt worden sind. Keine richtigen Lagerungen von Eisenerz sind bekannt, wohl aber manche Vorkommen von stark eisenhaltigen Mineralien. Von anderen Mineralien kann gesagt werden, daß man lange an ihr Vorkommen glaubte. Das scheint aber nicht richtig zu sein, bisher wurden keine Proben vorgelegt. Die einzige Möglichkeit eines Goldvorkommens kann in der kristallinischen Formation im Süden gesucht werden. Mangan kommt an einigen Stellen vor. Alaun, Gips, Phosphate und Schwefel. Eine beträchtliche Zeit lang war Alaun als südlich von Gaza vorkommend, bekannt, aber als die Lager geöffnet wurden, fand man, daß der Alaun von geringerer Wichtigkeit sei, als der Schwefel, welcher in großen Mengen dort lagert. Das Vorkommen von Gips ist weit verbreitet. Die Lager bei Melhamje, von jüdischen Kolonisten entdeckt, haben durch Jahre ihre kommerzielle Bedeutung erwiesen und sind ausgebeutet worden. Zieht man alle Faktoren in Betracht, so scheint die Möglichkeit zu bestehen, für palästinensischen Gips einen großen Markt zu schaffen. Angesichts der reichlichen Lager hochgradigen Gipses ist die Sache des Studiums durch eine Finanzgruppe wert. Die Gegenden, in denen gegenwärtig Phosphate vorkommen, sind: Khan- Hatrura-Nebi Musa, Deir Obeid bei Bethlehem und Rujm el Hajr, sechs Kilometer südlich des griechischen Klosters von Mar Saba. Zwei Konzessionen über die Ausbeutung einer Fläche von über 400 Quadratkilometer um Nebi Musa und Djebel Karmuni sind dem „Palestine Mining Syndicate" gewährt worden. (Siehe Jahrgang 1929, Heft 4/5, Seite 77. Anm. d. Red.) Einige Pachtrechte wurden im Distrikt Rujm el Hajr von der türkischen Regierung 1913 auf 25 Jahre verliehen. Im allgemeinen haben die Phosphatlagerungen in diesem Lande eine sehr weite Verbreitung, aber nur kleine Teile der betreffenden Flächen sind im Einzelnen bekannt und in diesen haben die Phosphate 43 bis 56 Prozent Tricalciumphosphat. Die wichtigsten Flächen sind zumeist an den Abhängen der Berge gegen das Tote Meer gelegen. Bei den gegenwärtigen Kosten des Transportes kann die Nutzung der Phosphatlager nur für den Bedarf von Palästina selbst in Betracht kommen. Der Reichswirtschaftsrat berichtete, daß die Böden des Landes wenig Phosphate enthalten und das ein billiges Phcsphatdüngemittel von großem Nutzen für die Ernten wäre. Die Erzeugung von Superphosphat scheint keine große kommerzielle Anziehungskraft zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.