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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 280

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Die Mineralschätze Palästinas
Date
1930-07-01
Page
Seite 280 (sequence 3)
Language
German
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haben. Es würde möglich sein, die palästinensische noch uriter 3 Pfund in englischen Häfen zu offerieren. Die Produktion von Magnesiumchlorid hängt ganz von dem Erfolg der Pottaschegewinnung ab und seine Erzeugung würde der Kristallisation von Karnallit folgen. Die Kosten am Toten Meer würden nicht mehr als 1/2 Pfund per Tonne betragen, und da das Salz in England zu 6.10 Pfund verkauft und in beträchtlichem Maße für Ausrüstung von Baumwollwaren benützt wird, eröffnen sich gute Perspektiven. Der Verbrauch von Bromsalz für industrielle Zwecke zeigt in den letzten Jahren eine beträchtliche Ausdehnung. Die Hauptquelle für die Erzeugung sind heute die Rückstände bei der Produktion von Pottasche, die zirka 0.25 Prozent Magnesiumbromid enthalten, und in U. S. A. natürliche Sole, die nicht mehr als 0.15 Prozent aufweist. Demgegenüber enthält das Tote Meer an der Oberfläche 0.45 Prozent und in der Tiefe 0.80 Prozent Magnesiumbromid. Die Rückstände bei der Karnallitextraktion enthalten 1.45 Prozent Magnesiumbromid. Die Tote Meer-Sole bildet daher eine der reichsten Quellen für Bromsalze und deren Produktion hauptsächlich als Nebenprodukt bei jener von Pottasche würde leicht und billig ausführbar sein. Im allgemeinen kann man also sagen, daß die Aussichten des Exportes von Pottasche, Magnesiumchlorid und -bromid solche sind, daß dieser nur durch die Nachfrage begrenzt werden kann. P e t r o 1 e um, Bitumen und bituminöse Kalke. Es sind Möglichkeiten für Erbohrungen von Petroleum in der Küstenzone vorhanden. Ein amerikanischer Oelexperte, Mr. Julius Fohs, schrieb darüber: „Von den 12.700 Ouadratmeilen in Palästina selbst, zeigen 300 einen strukturellen Charakter, der auf Vorkommen von Oel und Gas schließen läßt. Dies bedeutet einen ungewöhnlich hohen Perzentsatz einer Oelbohrfläche, wenn man den kleinen Umfang des Landes in Betracht zieht... Es gibt acht mögliche Oelgebiete, von denen die Hälfte eine gute Chance hätte." Was Bitumen betrifft, so bemerkt derselbe Bericht, daß nach bekannten Vorkommen von Asphaltstein der Süden des Toten Meeres sorgfältige Erforschung verdient, insbesondere weil es einen lokalen Markt für Bitumen gibt, der für die Oberflächen der Straßen verwendet wird. Reines Bitumen wird fast auf jedem Punkt der Küste des Toten Meeres gefunden. Eine Prüfung von Mustern zeigte, daß der Gehalt von Bitumen hoch ist und gegenüber dem von Barbados Manjak gut abschneidet. Muster von Bitumen aus Palästina wurden einigen britischen Firmen zur Untersuchung seiner Eignung für verschiedene Zwecke übermittelt. Man fand, daß er nicht für die Fabrikation von hochgradigem schwarzen Firnis verwendet werden kann, doch wahrscheinlich für elektrische Isolation, vorausgesetzt, daß der Preis entspricht. Bituminöse Kalke kommen in verschiedenen Gegenden Palästinas vor. Im Yarmuktal sind die Lager davon sehr ausgebildet. Deutsche Ingenieure errichteten hier vor dem Krieg eine Fabrik für Destillation von Petroleum. In Safed dehnen sich die Lager auf viele Kilometer aus, längs des Weges nördlich von Ain Zeitun. Die Breite ist unbekannt, doch bei einem halben Kilometer gäbe es da 20 Millionen Tonnen. Das Ergebnis verschiedener Versuche mit den bituminösen Kalksteinen Palästinas zeigen, daß Aussichten für eine geschäftliche Entwicklung vorhanden

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