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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 282

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Die Mineralschätze Palästinas
Date
1930-07-01
Page
Seite 282 (sequence 5)
Language
German
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haben, aber die Entdeckung von ausgedehnten Schwefellagern im Gazadistrikt kann dies ändern. Steinsalz wird hauptsächlich in dem Salzberg, bekannt als Djebel Usdum, an der Südweststrecke des Toten Meeres gefunden. Eine Lizenz zur Ausbeutung ist gewährt worden und es wird auf dem Jerusalemer Markt für häusliche Zwecke gebracht und findet auch Verwendung in gewissen Fabrikationen. Was Schwefel betrifft, gibt es außer den Vorkommen von zweifelhaftem Wert in dem Ghor-Totes Meer-Becken noch große Lager südlich von Gaza. Der Abbau, bisher von M. L. L. Williams, dem Inhaber der Lizenz geführt, zeigt, daß die Lager sich in verschiedener Dicke auf zirka 100 Hektar erstrecken. Die Qualität schwankt zwischen 10 bis 25 Prozent. Das Quantum, das bisher nachgewiesen wurde, dürfte 100.000 Tonnen übersteigen. Transjordanien. Kupfererze sind weit verbreitet in der Zone zwischen Safieh und Fenan, aber die einzigen von wirtschaftlicher Bedeutung sind jene von Ratije bei Fenan. Eisen scheint in den Zeiten der Kreuzfahrer ausgebeutet worden zu sein. Die wichtigste bekannte Mine ist bei Tel Ekweder, die Aussichten auf Entwicklung hat. Gips wird an verschiedenen Orten gefunden. Phosphatlagerungen sind über Transjordanien weit zerstreut. Sie enthalten Steinphosphate von großem wirtschaftlichen Wert. Die derzeitigen Bahnfrachten und Ladebedingungen haben bisher verhindert, das Mineral abzubauen, das in England keinen höheren Wert als 2 Pfund per Tonne hat. Die Entwicklung der Toten Meer-Mineralschätze, der Bau einer Bahn entlang des Jordantales, der Hafen von Haifa und eine möglich zukünftige Verbindung mit Jrak, sind Faktoren, welche schrittweise den Abbau der Mineralschätze von Transjordanien fördern werden, wenn nicht für den Export, so sicher für den Verbrauch in den Ländern des mittleren Ostens. Der Absatz der landwirtschaftlichen Produkte. Kürzlich erschien ein Bericht der „Tenuva", aus dem schon in der Rundschau „Wirtschaft" in Nummer 4/5, Seite 163, einige Ziffern mitgeteilt wurden. Nachstehend geben wir einen größeren Auszug daraus. — Die Red. Nachdem bis zum Jahre 1920 die Siedlungen der zionistischen Organisation keinerlei Organisation zum Absatz ihrer Produkte besaßen, sondern jede Siedlung sich selbst einen Absatzmarkt zu schaffen suchte, übernahm in diesem Jahre die Konsumgenossenschaft der jüdischen Arbeiterorganisation „Hamaschbir" die Sorge für den Absatz der landwirtschaftlichen Produkte. Zu diesem Zwecke schuf der Maschbir an allen wichtigeren Punkten des Landes besondere Abteilungen. Mit der zunehmenden Vergrößerung der jährlichen Produktion der Siedlungen erwies sich diese Organisation des Absatzes als nicht ausreichend und die Siedler schufen eine andere Form für diesen. Im Herbst 1927 schlössen sich die Siedlungspunkte im

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