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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 279

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Die Mineralschätze Palästinas
Date
1930-07-01
Page
Seite 279 (sequence 2)
Language
German
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zu suchen, wie die Analyse jener von Tiberias zeigt. Ueberdies zeigen Untersuchungen, daß das Jordanwasser, das durch den See fließt, sich mit Salzen anreichert. Die Ausbeute von Pottasche wird durch Sonnenverdunstung der Sole in Pfannen geschehen, ähnlich wie bei der Kochsalzgewinnung aus dem Meer. Das für diese Pfannen erforderliche Land besteht aus Lehmflächen, welche das Tote Meer umgeben. Eine Untersuchung hat gezeigt, daß Flächen mit Lehmboden und mit Wänden aus Holzverschalungen, die mit Lehm gefüllt werden, wahrscheinlich die beste Form für die Kristallisation des Salzes bilden. Für Karnallit (ein Doppelsalz aus Magnesium- und Kaliumchlorid) wäre ein makadamisierter Boden, so wie er für Landstraßen in Gebrauch ist, geeignet, dasselbe gilt für Magnesiumchlorid. Für Bromsalzerzeugung können die flüssigen Rückstände von Karnallit, oder im späteren Stadium von Magnesiumchlorid (die Brome enthalten) verwendet werden. Fabriken mit besonderen Maschinen werden nötig sein, um die Bromsalze aus den Beimengungen abzusondern, wobei als Nebenprodukt die auf elektrolytischem Wege zu gewinnende Soda (Karbonat und kaustische) zu rechnen ist. Für den Transport können die Wege nach Haifa, oder nach Jaffa, via Jerusalem, verwendet werden. Entweder mit Bahn oder auf Straßen oder durch Seilbahnen. Die Route nach Haifa, via Beisan, scheint besser zu sein, würde aber den Bau einer Eisenbahnstrecke zur Verbindung von Beisan mit der Hedjazbahn erfordern, was nach einer Schätzung eine halbe Million Pfund erfordern würde. Die Kosten einer Luftseilbahn oder der Bau einer Straße würden je nur 150.000 Pfund betragen. Die Benützung des Weges Jerusalem- Jaffa hat den Nachteil seiner starken Steigung, auch wird in Haifa der moderne Hafen gebaut. Ein Vorteil für die Jaffa-Route ist, daß eine Straße für Motorfahrzeuge Totes Meer—Jerusalem bereits besteht. Die Jahres-Weltproduktion von Pottasche beträgt gegenwärtig 2 Millionen Tonnen (Pottasche-Oxyd). Der Verbrauch in England ist zirka 170.000 Tonnen per Jahr. Wenn im ersten Produktionsstadium in Palästina eine Fläche von 4 Quadratkilometer in Erwägung gezogen wird, so würde die Jahresproduktion von hochgradiger 80—90 prozentiger Pottasche (Chlorid) 50.000—70.000 Tonnen betragen, dazu eine größere Menge minder wertvollen Salzes, von dem nur die Hälfte zum Export geeignet sein würde. Die Kosten einer solchen Anlage, die auf 4 Quadratkilometer 70.000 Tonnen 80 grädige und 45.000 Tonnen 45 grädige Pottasche erzeugen soll, betragen zirka 300.000 Pfund. Die Tonne würde 1.1 Pfund und mit Verpackung in Säcken 1.45 Pfund kosten. Dazu der Transport via Jerusalem nach Jaffa fob Jaffa 1.4 Pfund, so wären die Gesamtkosten 2.85 Pfund fob Jaffa. Wenn eine Bahn längs des Jordans gebaut werden würde (Totes Meer — Beisan — Haifa), so würde der Transport nur 0.86 Pfund kosten und die Tonne fob Haifa 2.56. Bei den gegenwärtigen Dampferfrachten müßte es möglich sein, 80 Prozent der Pottasche (Chlorid) in die englischen Häfen zu keinem höheren Preis als 4 Pfund zu bringen. Der gegenwärtige Preis dafür ist 9 Pfund; selbst wenn die deutsche Ware auf 7 Pfund ermäßigt werden würde, so ist eine große Marge für Gewinne vorhanden. Die zweite Sorte der zu erzeugenden Pottasche ist gleichwertig mit den Pottasche-Düngsalzen, die in England einen Preis von 4.12.6 Pfund per Tonne

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