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Palästina · 1930-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1930) · p. Seite 247

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Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1930)
Article
Boden- und Immigrationspolitik im Shaw-Bericht
Date
1930-07-01
Page
Seite 247 (sequence 15)
Language
German
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Palästina, auch ohne Juden in Palästina zur Genüge versorgen. 24T Wie trostreich! Aber es gibt noch einen weiteren, sehr wichtigen Punkt im Zusammenhang mit dem palästinensischen Bodenproblem, den die Shaw-Kommission überhaupt vergessen hat, in den Kreis ihrer Betrachtungen einzubeziehen. Dieser Punkt heißt Transjordanien. Wenn überhaupt heute von einem Problem der Bodenknappheit in Palästina gesprochen werden kann, wenn die Shaw-Kommission ihre Rechenkunststücke in bezug auf die Verteilung der Böden durchführen kann, so ist es in sehr hohem Maß die Folge eines administrativen Akts der Mandatarmacht, der das Ostjordanland gegen die Wirtschafts- und Siedlungstätigkeit der Juden gesperrt hat. Ich meine damit nicht die politischen Machinationen, die zu dem Schein-Emirat Abdullah unter britischer Schutzherrschaft, einem britischen grant in aid und der Karrikatur eines Parlaments geführt haben. Ich meine nicht einmal die Suspension der auf das jüdische nationale Heim bezüglichen Mandatsbestimmungen im Bereich Trans jordaniens. Der praktische Wert dieser Mandatsbestimmungen ist auch im Bereich West jordaniens zu problematisch geblieben, als daß man davon viel Aufhebens machen könnte, Was gemeint ist, ist die Errichtung einer administrativen und wirtschaftspolitischen Mauer zwischen Ost- und Westjordanland, die nicht nur Transjordanien vor jüdischer Einwanderung und Kolonisation abgeschlossen, sondern gleichzeitig das Emirat in einem Zustand von äußerster Armut, wirtschaftlicher Stagnation und kultureller Verwahrlosung gelassen hat. Diese Politik der Mandatarmacht ist ökonomisch unsinnig, völkerrechtswidrig und verstößt gegen die open door-Bestimmungen des Covenants der League of Nations. Das holländische Mitglied der Mandatskommission, Mr. van Rees, hat in einer der letzten Sitzungen auf die Rechtswidrigkeit der Zustände in Transjordanien, die eine Benachteiligung der Staatsangehörigen der Völkerbundstaaten, aber auch eine schwere Zurücksetzung der palästinensischen Staatsangehörigen bedeuten, hingewiesen.16) Als die Mandatarmacht die Verwaltung Palästinas übernahm, bestand das Mandatsgebiet aus zwei Provinzen. Die Bevölkerungsdichte der einen westlichen wird für das ganze Westjordanien heute mit 32.5 pro Quadratkilometer, die der östlichen für das ganze Ostjordanland mit 5.1 pro Quadratkilometer angegeben. Diese Zahlen bedürfen des Zusatzes, daß in bestimmten Bezirken 16) Minutes of the 13 Session of the Permanent Mandates Comminia. S. 47.

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