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Palästina · 1930-06-01 · Heft 6 (Juni 1930) · p. Seite 198

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 6 (Juni 1930)
Article
Über die Wandlungen in der Struktur des Grundbesitzes in Palästina
Date
1930-06-01
Page
Seite 198 (sequence 6)
Language
German
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£98 Jüdische Bodenerwerbungen: w» Sir «» ™tr 1870—1875 ....... 2.720 1896—1900 ....... 91.337 1876—1880 ....... 28.618 1901—1905 ....... 57.774 1881—1885 ....... 111.443 1906—1910 ....... 29.440 1886—1890 ....... 38.209 1911—1914...... . 107.668 1891—1895 ...... 48.708 515.917 Mit der grundlegenden Wandlung im politischen Status des Landes eröffneten sich dem jüdischen Siedlungswerk weite Perspektiven, was eine starke Ausdehnung der kolonisatorischen Tätigkeit und eine außerordentliche Nachfrage nach Boden mit sich brachte, wie aus folgenden Zahlen hervorgeht: Tahr Fläche in Tahr Fiäche in Janr Dunam Jdftr Dunam 1920 ....... 1.100 1926 ....... 58.500 1921 ....... 91.400 1927 ....... 45.800 1922 ....... 40.800 1928 ....... 83.100 1923 ....... 31.200 1929....... 78.100 1924 ....... 45.500 1925 ....... 116.000 Zusammen 591.400 Diese rege Tätigkeit auf dem Bodenmarkte brachte in die Taschen der arabischen Großgrundbesitzer viele Hunderttausende von Pfunden. Einen Begriff davon kann man sich machen, wenn man bedenkt, daß der Keren Kajemeth allein in den zehn Jahren nach Beendigung des Weltkrieges Land für den Betrag von über 1,200.000 pal. £ erworben hat. Eine andere, allerdings die größte jüdische Bodenkaufs- und -verkaufsgesellschaft hat in der gleichen Zeit für 930.000 pal. £ Boden gekauft. Es war für den Grundbesitzer viel vorteilhafter, sein Land zu solch hohen Preisen zu veräußern, als eine geringe Rente in Form der Beteiligung am Ertrag zu erhalten. Eine Berechnung des Einkommens, welches das verpachtete Land abwirft, bringt dies klar zum Ausdruck. Vor allem muß berücksichtigt werden, daß bei dem in Palästina herrschenden System der Dreifelderwirtschaft ein Drittel des Bodens ständig brachliegt. Demgemäß kann der Besitzer von beispielsweise 18.000 Dunam nur 12.000 verpachten. Der durchschnittliche Wert der in der arabischen Landwirtschaft zu erzielenden dürftigen Ernte beläuft sich auf etwa 80 Pfund pro Feddan, was pro Dunam etwa 53 Piaster ausmacht. (Der palästinensische Feddan ist je nach dem Gebiet des Landes verschieden groß, meist aber umfaßt er 150 Dunam.) Der Pachtschilling beträgt demgemäß 11 Piaster pro Dunam. Die Summe, die der Besitzer des obigen Areals als Pachtgeld einnimmt, beläuft sich insgesamt auf 1280 Pfund. Von diesem Betrag muß die Werkosteuer, die der Grundeigentümer zu zahlen

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