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Palästina · 1930-04-01 · Heft 4-5 (April 1930) · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 4-5 (April 1930)
Article
Problemstellungen im Versuchswesen in Theorie und Praxis
Date
1930-04-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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mission1) betragen die jährlichen Spesen pro Dunam (einschließlich Bodenrente, jedoch ohne Arbeit) 16*050 £9 die Schuldentilgung 6*845 £9 zusammen 22*895 £. Die Einnahmen von der gleichen Fläche, unter Zugrundelegung von nur 130 Kisten pro Dunam und 6 sh pro Kiste im Hafen, betragen 39 £, das heißt eine Nettoeinnahme pro Dunam von 16*105 £. Daraus ergibt sich leicht die für die Existenz einer Arbeiterfamilie nach dem obigen Standard erforderliche Flächeneinheit mit 10 Dunam netto, und diese Fläche befindet sich auch innerhalb des Bereiches der Selbstarbeit einer Familie. — Würden wir ausschließlich über Boden dieser Gattung verfügen, so hätte sich der Entwicklungsprozeß der Kolonisierung reibungslos abgewickelt. Die Orangenkultur hat technisch das Versuchsstadium passiert und wirtschaftlich den Weltmarkt erobert. 130 Kisten pro Dunam sind sogar als Durchschnitt eine niedrige Annahme, während ein solcher Ertrag z. B. in Kalifornien schon zur höheren Kategorie gehört. Daher ist ein großer Spielraum für die Energieentfaltung des Siedlers gelassen, und damit kann er auf der gleichen Fläche und mit relativ gleichen Ausgaben höhere Einnahmen erzielen, um seinen Standard zu verbessern. Die von der Kolonisationsgesellschaft investierte Summe ist im Laufe von 20 Jahren rückzahlbar. Eine Überproduktion auf dem Weltmarkt ist im allgemeinen nicht zu befürchten, weil Bevölkerung und Kaufkraft im Wachsen sind, während vergleichsweise der auf der ganzen Welt für Orangenkultur geeignete Boden sehr beschränkt ist. Eine Siedlung auf 10 Dunam Orangenboden kostet rund 600 £ mit Boden. Es ist allerdings eine Verbilligung der Anlage im Vergleich zu Privatunternehmungen in Betracht genommen, weil der Arbeitstag länger und die Leistung bedeutend höher ist, wenn ein Siedler seine eigene Pflanzung anlegt, als wenn die Arbeit durch entlohnte Kräfte erfolgt. Dieser Siedlungstyp kostet also mit Boden (12.500 £ pro Dunam) weniger als Wirtschaften auf schwerem Boden, wie im Emek ohne Boden, die 600 bis 700 £ erfordern. Wenden wir uns jetzt der Untersuchung der Unterhaltungsmöglichkeiten des Siedlers während der ersten fünf Jahre zu, bis der Orangengarten Erträge abwirft. Drei Möglichkeiten existieren hierfür: 1. bei Anlehnung an privatkapitalistische Pflanzungen; 2. bei der Vorbereitung von Siedlungen für nachkommende Siedler; 3. Überlassung einer Bodenreserve. 1. Anlehnung an privatkapitalistische Pflanzungen. Wenn wir zum Beispiel neben einer großen Kolonie und Pflanzungszentrum wie Chederah *) „Small Holddings in the Plantation District", Kommissionsbericht, erstattet im November 1927 an die Zionistische Exekutive.

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