Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 4-5 (April 1930)
- Article
- Problemstellungen im Versuchswesen in Theorie und Praxis
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 132 (sequence 4)
- Language
- German
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132 Unc* Umgebung uns eine größere Fläche für Siedlungen sichern, so ist der Siedler imstande, den für die Übergangszeit fixierten Standard durch Außenarbeit in Verbindung mit dem ihm von der Kolonisationsgesellschaft gezahlten Arbeitspreis für die Arbeit auf seiner eigenen Wirtschaft zu erreichen. Der Wert der letzteren schwankt in den ersten fünf Jahren zwischen 21 und 36 £ jährlich. Die Außenarbeit einer Person ergibt jährlich zwischen 25 und 35 £. Wenn die Familie für ihren eigenen Bedarf Gemüse, Milch und Eier produziert, wofür kein Extraboden benötigt wird (Zwischenkulturen in den Pflanzungen auf minimaler Fläche, Verwendung eines kleinen Teiles vom Gründünger zur Fütterung, Verwertung von Abfällen), dann hat er sein zureichendes Auskommen. Zudem sind in diesem Falle die Kolonieausgaben in der ersten Zeit nicht zu rechnen, da die Siedlung sich an eine bestehende Kolonie anlehnt. 2. Vorbereitung von Siedlungen für nachkommende Siedler. Wenn wir über eine Fläche von 2000 Dunam Orangenboden verfügen, haben wir die Möglichkeit, 100 Kolonisten anzusiedeln und ihnen die Vorbereitung der Pflanzungen für weitere Hundert zu übergeben. Dadurch erreichen wir ein doppeltes Ziel: Dem ersten Siedler wird durch Arbeitslohn seine Existenz gesichert, und der Nachkommende findet „ready made farms44 vor. 3. Anstatt die ganze Fläche von 2000 Dunam zu bepflanzen, kann man dem Siedler 10 bis 15 Dunam auf sechs Jahre für Futter- und Gemüseanbau überlassen, so daß er sich von Milch, Gemüse und Eiern ernährt, bis seine Pflanzungen Frucht tragen. Wenn eine Wahl zwischen diesen Möglichkeiten getroffen werden sollte, es wäre ratsam, sich, je nach den gegebenen Bedingungen, für eine der beiden ersteren zu entscheiden. Die Kolonisationsgesellschaft muß nationale Wirtschaftspolitik treiben und daher nicht ein Gebiet auf Kosten des zweiten ausstatten. Der Milchabsatz im Lande ist sehr beschränkt, und wenn wir im Orangengebiet neue Milchwirtschaften gründen, schneiden wir dem Emek seine einzige Existenz ab. Abgesehen davon, findet im dritten Falle der nachkommende Siedler weder fertige Pflanzungen noch eine Bodenreserve für die Sicherung seiner Existenz in den ersten sechs Jahren vor. 2. Leichter unbe wässerbarer Boden. — Als Ertragsmaß für die Einnahmen mögen Trauben dienen. Die Ausgaben betragen (laut obenerwähntem Bericht) 1*950 £ ohne Arbeit, Schuldentilgung 1*460 £, zusammen 3*410 £ pro Dunam. Die Einnahmen, unter Zugrundelegung eines (hohen) Ertrages von 800 kg pro Dunam zu 6 Mil das Kilogramm, belaufen sich auf 4*800 £, die Nettoeinnahme daher auf 1 390 £ pro