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Palästina · 1930-03-01 · Heft 3 (März 1930) · p. Seite 86

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 3 (März 1930)
Article
Die Wirkung der jüdischen Kolonisation in Palästina auf die Araber
Date
1930-03-01
Page
Seite 86 (sequence 7)
Language
German
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und Haifa, wo die Juden ebenfalls viel und vielleicht noch in größerem Maßstabe Bauarbeiten durchführen, genau zu fixieren. Aber wir können die Entwicklung dieser Tätigkeit in den kleinen palästinensischen Städtchen, die fast alle eine arabische Majorität haben, verfolgen (ausschließlich Tiberias). Die folgende Tabelle zeigt das in diesen Städten im Häuserbau während der Jahre 1924 bis 1928 investierte Kapital: 1924 ..... 68.000 £ 1925 ..... 90.000 „ 1926 ..... 135.000 „ 1927 ..... 177.000 „ 1928 ..... 224.000 „ Wenn wir selbst Tiberias weglassen, wo der Wert der Bauten im Jahre 1927 17.000 £ und im Jahre 1928 49.000 £ erreicht hat, können wir doch ein rapides Anwachsen der Zahl der Wohnhäuser bei unseren Nachbarn feststellen, sogar in jener Epoche, während weicher der jüdische Jischuw eine ernste Krise durchmachte, wodurch sich die Bautätigkeit entsprechend verminderte, wie aus folgender Tabelle hervorgeht: 1924 ..... 897.000 £ 1925 ..... 2,058.000 „ 1926 ..... 1,141.000 „ 1927 ..... 770.000 „ 1928 ..... 692.000 „ Der Fortschritt ist also nur in den rein arabischen Städten festzustellen. Es ist zwar richtig, daß ein Teil dieser Entwicklung der Notwendigkeit entsprang, die Ruinen aus dem Erdbeben des Jahres 1927 wieder herzustellen, und daß ein Teil der Häuser mit Hilfe von Geldern aus dem Hilfsfonds für die Opfer des Unglücks gebaut worden ist. Es bleibt deshalb nicht weniger wahr, daß ein großer Teil des investierten Kapitals der allgemeinen Bereicherung der arabischen Vevölkerung entstammt. Wenden wir uns nun dem indirekten Nutzen zu. Jeder unparteiische Beobachter, der durch die arabischen Dörfer des Landes kommt, bemerkt sofort, daß die einheimische Bevölkerung viel von den jüdischen Siedlungen gelernt hat. Die arabischen Dörfer in der Nähe der jüdischen Kolonien übertreffen die entfernter gelegenen Dörfer, die von dem jüdischen Einfluß weniger berührt sind, unbestreitbar sowohl durch ihr landwirtschaftliches System als auch durch die hygienischen Bedingungen. Dieser Vergleich bedarf keines Kommentars. Die arabischen Advokaten führen darüber Klage, daß die einheimische Bevölkerung durch direkte und indirekte Steuern hohe Summen an die Regierung zu zahlen habe. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt.

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