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Palästina · 1930-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1930) · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
13 (1930)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1930)
Article
Die Entwicklungsmöglichkeiten des Karmel im Zusammenhange mit der Entwicklung der Stadt Haifa
Date
1930-01-01
Page
Seite 17 (sequence 9)
Language
German
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Tel-Aviv nach den Unruhen 1920, wird ein natürliches Einfallstor in diejenigen Teile des jüdischen Karniel erhalten, die dank ihrem bisherigen Mangel an Verbindung die niedrigsten Bodenpreise haben. Es wird hier möglich sein, Hunderte von Parzellen zu Preisen von 80 bis 100 pal. £ pro Dunam, einschließlieh Straße und Wasserleitung, zu günstigen Zahlungsbedingungen abzugeben. Sollte der Nationalfonds außerdem auf den oben erwähnten Vorschlag eingehen, so werden in dem durch diesen Straßenzug erschlossenen Gebiete außerdem noch Hunderte von Erbpachtparzellen in günstigster Lage zur Verfügung stehen. Es ist keine Frage, daß es dann bei entsprechender Vermehrung der Bevölkerung auf dem Karmel gelingen wird, den Preis einer Autobusfahrt, etwa Haifa—Ahuza und zurück, auf 2, maximal 21/2 Piaster zu reduzieren. Die Lösung der oben erwähnten sozialen Fragen, insbesondere die Einrichtung von Schulen, wird unter diesem Gesichtspunkt keine große Schwierigkeit darstellen. Die beiden bestehenden Schulen auf der Ahuza und in Neve Shaanan werden sich bei kommendem größeren Bedarf ohne weiteres ausbauen lassen. Von besonderer Wichtigkeit ist es ferner, die oben dargestellte Zersplitterung der Einwohnerschaft auf dem Karmel sobald wie möglich zu beseitigen. Es ist anzustreben, die gesamte Einwohnerschaft, einschließlich Neve Shaanan, zu einer Art Gemeindeorganisation zusammenzufassen, um sämtliche Fragen von gemeinsamem Interesse einer raschen Lösung zuzuführen. Hierzu gehört der oben erwähnte Ausbau sozialer Einrichtungen, die Entwicklung des Straßennetzes, Verbilligung und Verbesserung des Verkehrs, Beschaffung von Hypotheken, Organisierung des Sicherheitswesens, Bestrebungen zur Hebung der Touristik, Heranziehung neuer Einwohner und nicht zuletzt Entwicklung der Waldungen. Als wichtigster Ansatz für die Schaffung dieser Gemeindeorganisation erscheint dem Verfasser die mehrfach erwähnte Ahuza Sir Herbert Samuel. Wenn Rushmia in den dauernden Besitz des Nationalfonds übergeht und die vorgeschlagene Verbindungsstraße Ahuza—Rushmia—Hadar Hakarmel verwirklicht wird, so ist kein Zweifel, daß sich die Ahuza sehr rasch zu einem zentralen Punkte des jüdischen Karmel entwickeln wird. Zum Schlüsse dieses Aufsatzes sei gestattet, einen Vorschlag für die systematische Durchführung der Aufforstung des Karmel zu erwähnen. Die im vorstehenden aufgezählten jüdischen Gesellschaften besitzen, einschließlich Rushmia, etwa 4000 Dunam Boden, die in dem Bebauungsplan von der Bebauung ausgeschlossen und für Anlegung von Waldungen bestimmt sind. Nach meinem Vorschlage sollen diese Böden sämtlich dem Nationalfonds übergeben werden, der im Rahmen seiner Baum-

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