Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 13 (1930)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1930)
- Article
- Die Entwicklungsmöglichkeiten des Karmel im Zusammenhange mit der Entwicklung der Stadt Haifa
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 10)
- Language
- German
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spendeaktion eine besondere Karmelbewaldungsaktion unternehmen solh~ Die Tel-Aviver Mitglieder der Ahuza Sir Herbert Samuel haben bereiter den Beschluß gefaßt, ihre Pflanzungsböden, gemäß diesem Vorschlag* dem Nationalfonds zu übergeben, und auch unter den rumänischen Mitgliedern dieser Gesellschaft besteht die Absicht, ein größeres Areal zu Ehren des in diesem Jahre verstorbenen Moritz Wachtel im Sinne dieser Anregung zu bepflanzen. Diese Waldungen sollen auch mit Parkwegen und Ruhebänken versehen werden, um auf diese Weise dem Erholung suchenden Publikum die Möglichkeit zu erfrischenden Spaziergängen zu geben. Die hier angedeuteten Vorschläge haben sämtlich die Aussicht auf Realisierung in absehbarer Zeit. Wenn ihre Durchführung gelingt, so ist zu erwarten, daß die in der Vergangenheit begangenen Fehler in wenigen Jahren ausgeglichen sein werden und daß der Karmel als natürliches Erweiterungsgebiet des schon jetzt sehr dicht besiedelten Hadar Hakarmel sich bald mit einem großen Teil der werktätigen jüdischen Bevölkerung Haifas füllen wird. Die Arbeitsbedingungen der jüdischen städtischen Arbeiter Palästinas. Von M. Nemirovsky und Dr. Walter Preuss, Tel-Aviv... I. Die Zahl der jüdischen Arbeiter in den Städten Palästinas. Auftreten und Entwicklung der jüdischen Arbeiterklasse in Palästina sind direkt und unmittelbar mit dem Prozeß der jüdischen Ansiedhing und Einwanderung als Folge der „Zionistischen Renaissancebewegung" des jüdischen Volkes verbunden. Nach Beendigung des Weltkrieges und nach Erlaß der bekannten Balfour-Deklaration, die die politische Grundlage für den Aufbau des jüdischen Nationalheims bot, begann die Bewegung sich in raschem, früher nicht vorausgesehenem Maßstabe zu entfalten. In dieser Epoche stieg auch, zugleich mit dem der Gesamteinwanderung, die Zahl der jüdischen Arbeiter im Lande beträchtlich. Die verschiedenen Arbeiterzählungen zei^ gen, daß während der letzten zehn Jahre die Zahl der jüdischen Arbeiter (ohne Familienangehörige) von 4782 im Jahre 1919 auf 14.798 im Jahre 1922 und 26.349 im Jahre 1929 stieg. Die jüdischen Arbeiter in Palästina zerfallen in drei große Gruppen: Landwirtschaftliche festangesiedelte Nichtlohnarbeiter, die unter Ausschluß von Lohnarbeit in genossenschaftlicher Form den Boden bearbeiten, landwirtschaftliche Lohnarbeiter und städtische Arbeiter. Uber die Entwicklung der jüdischen Landarbeiterschaft veröffentlichten wir einen ausführlichen Aufsatz in der Nummer Oktober-November 1928 der „Iridustrial Labour Review44. In diesem Aufsatz beschäftigten wir uns mit der Lage und der Entwicklung der städtischen Arbeiterschaft, im Anschluß an eine im Februar 1929 erfolgte Zählung der städtischen Arbeiter. Die-