Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1929)
- Article
- Die Arbeiter-Krankenkasse (Kupath Cholim) in Palästina
- Date
- 1929-10-01
- Page
- Seite 34 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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einer sogenannten „Kiassenmedizin" aufkommen zu lassen? Würde dann noch ein einziges Kassenmitglied in Tel-Aviv seinen Monatsbeitrag bezahlen, wenn sein Nachbar, das Nichtkassenmitglied, der vielleicht in besseren materiellen Verhältnissen lebt, dieselbe Hilfe in denselben Ambulatorien auf die gleiche Art umsonst bekommt? Wie steht es nun um die „Hadassah"-Spitäler? In Tel-Aviv z. B. enthält die Kinderabteilung im „Hadassah"-Spital im Hochsommer 18 bis 22 Betten. Die einzige Abteilung für eine Umgebung von 60.000 Seelen! Bei diesem Klima und bei dieser ungeheuren Säuglingsmorbidität! Die Folge davon ist — das werden mir alle „Hadassah"-Ärzte bestätigen — daß ein Kind nur dann hospitalisiert werden kann, wenn es in höchster Lebensgefahr schwebt, also, wenn es schon zu spät ist. Nehmen wir nun an, die K. Ch. hätte im Bewußtsein ihrer Pflicht ihren Mitgliedern gegenüber durch Erhöhung der Beiträge oder auf andere Weise die Geldmittel aufgebracht, um für die Sommermonate eine eigene Kinderabteilung in Tel-Aviv mit 6 bis 8 Betten zu eröffnen, um somit bestimmt viele Kinder ihrer Mitglieder vom Tode zu erretten, denn beim Säugling besteht die rationellste Behandlung in der recht- und frühzeitigen Hospitalisierung. Würde man da nicht ebenfalls von „doppelten Instituten" mit Hinweis auf den zionistischen Steuerzahler sprechen? Zum besseren Verständnis der Tatsachen seien hier einige Tabellen aus dem Bericht der K. Ch. für das Jahr 1928, der unlängst auch in deutscher Sprache erschienen ist, angeführt, was Frequenz in den Ambulatorien, Billigkeit der Erhaltung der Ambulatorien und der Spitäler der K. Gh. und der „Hadassah", Beteiligung der zionistischen Exekutive und der „Hadassah" am Budget der K, Gh., Beteiligung der übrigen Bevölkerung am Budget der „Hadassah", Hospitalisierungsmöglichkeit in den verschiedenen Städten Palästinas anbelangt. a) Die Zahl der Besucher in den städtischen Ambulatorien war 1927 1928 Ambulatorium Heimbesuch Ambulatorium Heimbesuch Tel-Aviv . . 211.930 4435 202.745 5255 Haifa . . . 54.495 2622 46.500 2436 Jerusalem . . 23.436 2085 28.142 1930 Summe . 289.861 9142 277.387 9721 b) Anzahl der Krankentage in den Spitälern der Kasse: 1927 ........ 19.685 1928 ........ 18.154 c) Die jeweilige Bettenzahl auf je 100 Einwohner in verschiedenen Teilen des Landes: Jerusalem und Umgebung . . Jaffa, Tel-Aviv und Umgebung . Haifa und Umgebung .... Galiläa und Umgebung . . . Tal Jesreel und Umgebung . . 6.1 Betten auf je 1000 Einwohner 1.9 „ „ „ 1000 2.4 „ „ „ 1000 2.5 „ „ „ 1000 8.3 „ „ „ 1000 d) Beteiligung der Einwohnerschaft am Unterhalt der Krankenhäuser: In den Spitälern der „Hadassah" je nach der Stadt 2.7 bis 17.2% aller Ausgaben Spital „Bikur-Cholim", Jerusalem......25 % aller Ausgaben Spital „Misgaw-ladach", Jerusalem.....33.6% „ „ Spital der K. Ch. in Ein Charod......74 % „ „