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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 29 (sequence 12)
Language
German
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bestand. Gegen 1915 haben sich die Pflanzungen in den jüdischen Kolonien bereits -wie folgt verteilt18). Mandeln ....... 37.000 Dunam Weintrauben19)..... 14.000 Dunam Orangen ....... 9.200 Dunam Oliven usw....... 9.200 Dunam Wir sehen also, daß zu jener Zeit die Traubenkultur bereits an die zweite Stelle nach den Mandeln gerückt ist, die in jener Kolonisationsepoche eine beträchtliche Fläche eingenommen haben. Das große Interesse, das die Mandeln für sich in Anspruch genommen haben, hat dazu geführt, daß die Mandelpflanzungen in jener Zeit von 1500 Dunam auf 37.000 Dunam gestiegen sind. Die Traubenzucht ist sowohl verhältnismäßig als auch absolut zurückgegangen. Die Feststellung der ziemlich geringen Rentabilität der Traubenzucht, bei den niedrigen Preisen, die die Administration der Weinkeller festgesetzt hat, im Zusammenhang mit der Marktlage jener Zeil, hat zu einer Verringerung des Interesses für die Traubenzucht geführt. Viele Kolonisten war hierdurch sogar gezwungen ihre Weinstöcke auszubauen und durch Mandelpflanzungen zu ersetzen, so daß um das Jahr 1915 sich die mit Wein bebaute Bodenfläche gegenüber dem Jahre 1902 um ein Drittel verringert hat. Eine Entwicklung zeigt sowohl die Orange als auch die Olive, und zwar gegenüber dem Jahre 1902 eine sehr bemerkbare. Die Gesamtfläche aller Fruchtpflanzungen ist von 30.000 Dunam auf 70.000 Dunam gestiegen. Die nächste Epoche — der Krieg — hat eine vollständige Vernachlässigung der Plantagenwirtschaft mit sich gebracht. Nach ihr erfolgte anfangs die Wiederherstellung der alten Wirtschaften, worauf eine Welle neuer Kolonisationsarbeit einsetzte, als deren Resultat die Zählung zu Beginn 1927 folgendes Verhältnis der Pflanzungen ergab: Mandeln .......23.312 Dunam Trauben ....... 21.323 Dunam Orangen .......18.115 Dunam Oliven........ 6.056 Dunam Verschiedenes ..... 2.348 Dunam Die Mandeln und Trauben nehmen noch immer den ersten, bezw. zweiten Platz ein. Aber schon bei einer oberflächlichen Betrachtung tritt der Rückgang der Mandeln, für die das Interesse gesunken war (sowohl verhältnismäßig als auch absolut gegenüber der Vorkriegslage), zutage. Bemerkbar ist der große Fortschritt der Orange, um das Zweifache gegenüber der Vorkriegszeit. Im Jahre 1915 betrug deren Anbaufläche 9000 Dunam, um das Jahr 1922 etwas mehr als 11.000 Dunam und gegen 1927 schon 18.000 Dunam. Es macht sich auch eine Erweiterung der mit Wein angebauten Flächen bemerkbar, über dessen Entwicklung in jener Epoche wir oben gesprochen haben. Die nächste Epoche der großen Entwicklung der Pflanzungswirtschaft im Lande hat erst jetzt begonnen merkbare Resultate zu zeigen und zählt kaum zwei Jahre. Aber auch diese kurze Zeit hat schon das Aussehen der jüdischen Pflanzungen weiter 18) Siehe das oben erwähnte Buch Ruppins. lö) Nach den oben erwähnten Angaben von Meierowitz 15.200 Dunam.

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