Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 28 (sequence 11)
- Language
- German
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Böden wie folgt (wir führen drei Grundtypen an, nach der ungefähren Errechnung gegen Ende 1928): Orangen Trauben Mandeln in Tausenden Dunam Petach Tikwah .... 9V2 1 41/2 Rechoboth......3*/s 4 51/» Rischon.......1 &I2 3 Chedera.......3 — 31/* Zichron....... — 4V2 — Ness Ziona......3 1/2 Vs Wir sehen also, daß den ersten und vorherrschenden Platz in der Orangenkultur gegenwärtig Petach Tikwah einnimmt, das ein Drittel aller jüdischen Orangenpflanzungen im Lande umfaßt. Bei der Traubenzucht nehmen die Vormachtstellung, mit fast gleichen Bodenflächen Rischon Lezion, Zichron Jaakob und Rechoboth ein. In bezug auf die Mandelzucht nimmt den ersten Platz Rechoboth ein, dem Petach; Tikwah folgt. Dieses war die Lage gegen Ende 1928. Die Lage wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren nur bezüglich der Orangenpflanzungen ändern, da die Sachverständigen behaupten, daß Petach Tikwah an die zweite Stelle treten und den ersten Platz den sich schnell entwickelnden Rechoboth und Ness Ziona einräumen wird. Große Perspektiven eröffnen sich der Entwicklung der Orangenkultur auch in der Umgebung von Chedera. Ebenso entwickelt sich die Umgebung von Kfar Saba, Magdiel. Raanania und Herzlia sehr schnell, wo gegen Ende des Jahres 1928 bereits 500G Dunam Orangenpflaiizungen angelegt waren. Und in den nächsten Jahren wird mit der Erweiterung der Orangenpflanzungen unter diesen Kolonien ein Wettkampf entstehen um den ersten Platz bezüglich der mit Orangen bepflanzten Bodenfläche. Diese weitere in der Zukunft zu erwartende Entwicklung der Orangenpflanzungen wird den Beginn einer neuen Epoche in der Geschichte der Pflanzungswirtschaft Palästinas bedeuten. Viele Wandlungen hatte diese Wirtschaft durchzumachen. Es war eine Zeit., in der die jüdischen Kolonisten nur Weinstöcke anlegten und diese sozusagen eine Monokultur in der Plantagenwirtschaft Palästinas darstellten. Um das Jahr 190217) gab es in den jüdischen Kolonien folgende Pflanzungen: Mit Trauben bebaut........ 24.115 Dunam Mit Oliven bebaut......... 1.716 Dunam Mit Maulbeeren bebaut ...... 1.571 Dunam Mit Mandeln bebaut........ 1.368 Dunam Mit Orangen bebaut........ 882 Dunam Wir sehen also, daß die übrigen Pflanzungen eine recht geringe Bodenfläche eingenommen haben und sozusagen nur Versuche waren, um festzustellen, wie weit es möglich ist, auch andere Fruchtsorten als Trauben, zu entwickeln. Es ist nun eine zweite Periode in der Kolonisation eingetreten, die ihr Ende mit dem Weltkrieg gefunden hat, und in der die Plantagenwirtschaft ganz anders ausgesehen hat. Den ausschließlich ersten Platz haben die Mandeln eingenommen, für die damals Interesse 17) Die Daten für das Jahr 1902 sind dem Werke des Herrn J. A. Ettinger, v,Materialien über die ökonomische Lage der jüdischen Kolonisten Palästinas" (russ.), Odessa 1905, entnommen.