Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 30 (sequence 13)
- Language
- German
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geändert. Gegen Ende 1928 machen die Orangenpflanzungen allein eine Fläche von zirka 30.000 Dunam aus, und alle anderen Pflanzungszweige sind in den Hintergrund gedrängt. Jetzt hat die Orange entgültig den ersten Platz erobert. Auch die Traubenzucht wurde in diesen knappen zwei Jahren wieder in den Vordergrund gerückt. Es wird angenommen, daß gegen Ende 1928 bereits 18.000 Dunam jüdischen Bodens mit Trauben für Wein und 5500 Dubam mit Tafeltrauben bebaut sein werden, insgesamt also 25.500 Dunam. Diese sich erst in ihren Anfängen befindende neue Epoche der großen Entwicklung der jüdischen Plantagenwirtschaft und ihre Richtung zeigt folgendes: Es ist klar, daß die Orange nicht mehr von ihrem ersten Platz zurücktreten und daß ihre aufsteigende Entwicklung schnell und intensiv vor sich gehen wird. Eine gewisse aufsteigende Entwicklung ist auch für die Traubenzucht möglich, für die sich Perspektiven eröffnet haben, sowohl für den Export (Tafeltrauben), als auch für den Verbrauch des inneren Marktes mit der Zunahme desselben durch das Anwachsen der städtischen Bevölkerung, womit sich auch Perspektiven für den Anbau von Trauben für Wein zur Stärkung des Weinbaus ergeben haben. Weite Perspektiven haben sich auch für Bananen eröffnet, wie schon oben ausgeführt wurde. Welchen Platz sie aber in der nächsten Kolonisationsperiode in der jüdischen Pflanzungswirtschaft einnehmen wird, ist schwer vorauszusehen. Wie wir schon oben erwähnt haben, ist es sehr wohl möglich, daß die Banane nach einer kurzen Zeit den zweiten Platz nach der Orange einnehmen wird. Dies greift aber schon über auf das Gebiet der Hypothese. Deutlich ist aber schon, daß die weitere Kolonisationswelle unter dem Zeichen der großen Entwicklung der Plantagenwirtschaft vor sich gehen wird, welche als festes, gesundes und wertvolles Fundament der jüdischen Kolonisation der folgenden Jahre gelten wird. Mittelstands-DarlehenspolitikinErezIsräel. Erfahrungen und Probleme der Bank Halvaoth in Tel-Aviv, Von Julius Berger, Tel-Aviv. Vorbemerkung: Die Handelszeitung des „Berliner Tageblatt" vom 24. Februar d. J. berichtet über die Gewährung von kleinen Personalkrediten durch das größte amerikanische Bankinstitut, die National City Bank, zu offiziellen Banksätzen. Es dürfte interessieren, daß diese, vom „Berliner Tageblatt" als „revolutionärer Schritt" gerühmte amerikanische Neueinrichtung in Erez Israel bereits seit einer Reihe von Jahren ihren Vorgänger gefunden hat. Das, was die National City Bank seit nicht ganz Jahresfrist mit bemerkenswerten Erfolgen eingeführt hat, die Gewährung von kleinen Personalkrediten von $ 50*— bis $ 1000*— zu offiziellen Banksätzen, wird genau so von der Bank Halvaoth in Erez Israel seit mehreren Jahren betrieben. Der nachfolgende Artikel schildert die Eigenart und die Probleme dieses Geschäftes. Unter den Kleinbanken Erez Israels nimmt die Bank Halvaoth (Loan Bank) ihrem Umfange und ihrer Eigenart nach eine besondere Stellung ein. Sie ist hervorgegangen aus dem nach dem Kriege vom Joint Distribution Committee ge-