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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 27 (sequence 10)
Language
German
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Produktion nur auf bestimmten Böden möglich ist, so daß ihre Entwicklung auf gewisse Bezirke beschränkt ist, im allgemeinen kommt hauptsächlich die Küstenzone von Benjamina bis Gaza in Betracht, gedeihen Bananen auf dem schlechtesten (schwerem) Boden mit großem Erfolg14). Und ihre Entwicklung ist auch damit gesichert, daß für ihren Export weite Perspektiven15) vorhanden sind und daß im Zusammenhang mit der leichteren Kultivierung auf dem schlechtesten Boden und der möglichst großen Rentabilität (die Bananen ergeben schon nach zwei Jahren eine Ernte) die in den letzten Jahren für ihre Entwicklung gelegten Grundlagen ausgebaut werden. Dies alles gibt Grund zu der Annahme, daß die Banane einen wichtigen Platz in der jüdischen Pflanzungswirtschaft einnehmen wird, und in der Reihe der Pflanzungswirtschaftstypen, deren ökonomische Bedeutung in der jüdischen Kolonisation bereits feststeht, ist auch der Banane der ihr zukommende Platz einzuräumen. Hiermit endet unsere Aufstellung der Pflanzungswirtschaftstypen, die für die Entwicklung der Kolonisation ihre ökonomische Bedeutung erhalten haben. Die Entwicklung von anderen Typen (unter anderen Limone, Mandarine usw.) ist gering und hat vorläufig in unserer Kolonisation keine ökonomische Bedeutung. Ich werde mich daher darauf beschränken, anzuführen, daß nach der Zählung, die im Jahre 1927 durchgeführt wurde, sich insgesamt 1942 Dunam mit diesen Kulturen angebaut in jüdischen Händen befanden, davon 465 Dunam mit Limonen, Ethrogim und grape fruit und die restlichen 1477 Dunam mit den anderen Fruchtbäumen16). In Kürze seien auch die einzelnen Orte angeführt, die das Zentrum unserer Plantagenwirtschaft bilden. Wir v/erden hierbei die Fläche, die die Fruchtbäume in den jüdischen Kolonien einnehmen, in runden Ziffern angeben, wobei wir als Grundlage die Daten der Zählung zu Beginn des Jahres 1927 nehmen und dazu die neuen Setzlinge rechnen, die in den seit der Zählung verstrichenen zirka zwei Jahr angelegt wurden und über welche Ergänzungsdaten vorhanden sind, die aber vorläufig noch nicht genau errechnet werden können. Auf diesem Wege wurde festgestellt, daß die Fläche der Fruchtpflanzungen in den einzelnen Kolonien sich wie folgt stellt: 1. Petach Tikwah....... 16.000 Dunam 2 Rechoboth ........ 14.000 Dunam 3. Rischon Lezion....... 9.000 Dunam 4. Chedera ......... 7.000 Dunam 5. Zichron Jaakob....... 6.000 Dunam 6. Ness Ziona........ 5.000 Dunam Diese sechs jüdischen Kolonien bilden auch die Hauptplätze der Fruchtpflanzungen. IN ach den grundlegenden Typen der Pflanzungswirtschaft verteilen sich die erwähnten 14) Es ist nicht anzunehmen, daß die Bananenpflanzung an den Orten, wo Orangen gedeihen, einen beträchtlichen Platz einnehmen wird; Der Bezirk der Bananenpflanzungen wird sich auf Galiläa, das Jordantal, die Küstenzone zwischen Haifa nach Akko und dann weiter von Akko gegen Norden beschränken (siehe auch bei O. Warburg) 15) Die Art dieser Perspektiven kann man daraus erkennen, daß O. Warburg die Böden, die für Kultivierung mit Bananen geeignet sind, mit 100.000 Dunam festsetzt, deren Ernteergebnis der Banane den zweiten Platz nach der Orange im palästinensischen Export einräumen könnte. (Vergleiche unsere Mitteilung darüber in Nr. 10/11, 1927, Seite 548 und „Bananenkultur" in Nr. 5/7, 1928, Seite 284. — Die Red.) lö) Siehe Report.

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