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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 26

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 26 (sequence 9)
Language
German
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Jahr Export Die ausgerechnete Ernte in Kisten Export der Ernte 1922 1923 1924 1925 3926 1927 1,238.899 1,592.685 1,880.783 1,868.291 1,887.581 2,658.199 1,548.624 1,990.885 2,250.979 2,335.364 2,359.475 2,953.554 80% 80% 80% 80% 80% 90% Die Ernte ist also in den sieben Jahren ab 1920 um das Zweieinhalbfache gestiegen. Diese Ernte stammt selbstverständlich nicht aus der Gesamtfläche der Orangerien im Lande, da mehr als die Hälfte derselben (von den jüdischen sogar zwei Drittel) noch jung sind und noch keine Früchte tragen. Wenn die kürzlich angelegten Pflanzungen Früchte tragen werden, wird die Ernte entsprechend steigen. In den nächsten fünf Jahren, in dem Maße, in dem die neu angelegten Pflanzungen beginnen werden, Früchte zu tragen, wird die allgemeine Ernte Palästinas auf vier Millionen Kisten pro Jahr steigen12). Aus der gegenwärtigen Ernte von durchschnittlich 2,400.000 Kisten pro Jahr entfielen auf die jüdischen 10.000 Dunam fruchttragenden Orangerien 1,000.000 Kisten, auf die arabischen 20.000 Dunam 1,400.000 Kisten, das heißt, daß der Anteil der Juden am Orangenexport schon jetzt 42% beträgt. Dies sind die Erfolge, die das Land in den letzten Jahren in bezug auf die Orangenpflanzungen erzielt hat. Wir wollen noch auf eine Art der Pflanzungswirtschaft eingehen, die sich zwar bis jetzt noch nicht sehr entwickelt hat, der sich aber weite ökonomische Perspektiven eröffnen. Es handelt sich um die Bananen, bezüglich deren sich in den letzten Jahren eine starke Bewegung im Lande bemerkbar macht. Im Jahre 1922 haben die Bananenpflanzungen nur eine Fläche von 60 Dunam eingenommen, im Jahre 1926 bereits 896 Dunam13), von denen sich mehr als die Hälfte in der Gegend von Jaffa befand, ewa ein Drittel in der Gegend von Jericho und die restlichen in Galiläa. Was die jüdischen Pflanzungen allein anbetrifft, so hat die landwirtschaftliche Zählung zu Beginn des Jahres 1927 deren Fläche auf 406 Dunam festgesetzt, davon Gegenwärtig wird die gesamte Jahresernte von dem inneren Markt verbraucht, so daß die Banane beim Export nicht auftritt. Es ist aber aller Grund zu der Annahme vorhanden, daß mit der Entwicklung der Bananenpflanzungen die Banane zu den hauptsächlichsten Exportartikeln Palästinas gehören wird. Während die Orangen- 12) S. Tolkowsky berechnet, daß wenn die Entwicklung der Orangenwirtschaft im gleichen Tempo fortschreiten wird wie bisher, Palästina im Jahre 1945 fünfzehn Millionen Kisten Orangen jährlich auf den Markt bringen wird. Professor O. Warburg macht die Berechnung, daß wenn alle 250.000 bis 300.000 Dunam im Lande, die für den Orangenbau geeignet sind, bepflanzt sein werden, die jährliche Ernte sich auf 25 bis 30 Millionen Kisten beziffern wird, das heißt genau soviel, wie heute Spanien produziert und mehr, als das heutige Florida. 13) Prof. O. Warburg, „Banane Growing in Palästine", „Pal. and Near East", 1928. 209 in Judäa, 155 in Untergaliläa, 30 im Emek Jesreel, 12 in der Scharonebene.

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