Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 12 (1929)
- Issue
- Heft 7-9 (Juli 1929)
- Article
- Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
- Date
- 1929-07-01
- Page
- Seite 25 (sequence 8)
- Language
- German
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der Export des Jahres 1922 betrug bereits 80% der Ernte10), welches Verhältnis bis in die letzte Zeit hinein bestehen blieb (jetzt hat der Export schon 90 bis 95% der Gesamternte erreicht). Um das Jahr 1922 betrug die Fläche jüdischer Orangenpflanzungen im Lande 10.000 Dunam von einer Gesamtfläche von 32.000 Dunam. Wir sehen also, daß sich in jüdischen Händen fast der gleiche Bodenbesitz befand (mit einer unbedeutenden Erhöhung) wie in dem letzten Vorkriegsjahr. Erst seit 1922 hat eine Erweiterung der Orangenpflanzungen eingesetzt, anfangs nur langsam, in den letzten Jahren aber sehr schnell. Wie diese Entwicklung vor sich gegangen ist, ist aus den weiteren Daten über die Größe der Fläche unter Anbau von Orangenpflanzungen zu ersehen11). Die Gesamtfläche Davon jüdische der Orangenpflanzungen Orangenpflanzungen in tausend Dunam Gegen Ende 1922 . . . . 32 10 Gegen Anfang 1924 . . 34 12 Gegen Ende 1926 . . . . 42 17 Gegen Anfang 1928 . . . 60 23 Gegen Ende 1928 . . . . 70 30 In den letzten sechs Jahren sind also 38.000 Dunam mit Orangen neu angebaut worden, hiervon durch Juden 20.000 Dunam. Die Fläche der jüdischen Orangenpflanzungen hat sich während dieser sechs Jahre um das Dreifache vergrößert. Im Jahre 1922 betrug ihre Fläcbe 32% der Gesamtfläche des Orangenbaues, gegen Ende des Jahres 1928 bereits 43%. (Anm. der Red. Gegenwärtig wird die angepflanzte Fläche bereits auf 90.000 Dunam geschätzt.) Wie wir sehen, wurde die Anlage von neuen Orangenpflanzungen während der letzten Jahre nicht nur von Juden durchgeführt (von Nichtjuden wurden während der genannten Zeit 18.000 Dunam mit Orangen bebaut), die Bedeutung der jüdischen Orangenpflanzungen in der allgemeinen Pflanzungswirtschaft des Landes hat aber verhältnismäßig zugenommen, und mit den neuen Anlagen machen sie fast die Hälfte der gesamten Orangenpflanzungen des Landes aus. Der gegenwärtige Gesamtwert der jüdischen Orangenpflanzungen wird von Viteies mit f 1,857.000 geschätzt. Diese Zunahme der Fläche der Orangenpflanzungen im Lande macht sich auch sehr in einer Steigerung der Ernten bemerkbar. Wie schon erwähnt, betrug die Ernte des Jahres 1919 770.000 Kisten. Die weitere Steigerung ergibt sich aus folgender Tabelle: Jahr Export Die ausgerechnete Export Ernte in Kisten der Ernte 1919 307.123 767.805 40% 1920 647.063 1,294.126 50% 1921 830.459 1,384.098 60% 10) Es wird angenommen, daß der Export in den einzelnen Jahren wie folgt war: Im Jahre 1919 . . 40% der Ernte „ „ 1920 . . 50% „ „ „ 1921 . . 60% „ „ „ 1922 . . 80% „ n) Siehe bei Viteies.