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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 24

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 24 (sequence 7)
Language
German
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Daraus ist zu ersehen, daß die Gesamtfläche während dieser drei Jahre fast unx das Zweieinhalbfache gestiegen ist und die Fläche der jüdischen Pflanzungen allein, um das Vierfache. Der jüdische Anteil von der Gesamtfläche dieser Kultur beträgt aber nur den nennten Teil. Der größte Teil der Traubenernte wird für den inneren Markt verbraucht, der von Jahr zu Jahr zunimmt, und nur etwa 2500 Tonnen werden von den Arabern für die Rosinenproduktion verwendet und für den Export nach Ägypten. Die Gesamternte der Tafeltrauben beträgt 18.000 Tonnen, wovon auf den Anteil der Juden zwei- oder zweieinhalbtausend Tonnen entfallen, was sich noch durch den Ertrag der in den letzten Jahren angelegten Setzlinge erhöhen wird. Aus dem Gesagten geht deutlich hervor, daß die jüdische Traubenkultur, die eine gewisse Zeit des Rückgangs zu überwinden hatte, jetzt wieder vorwärtsschreitet, sich verstärkt, entwickelt und ausbreitet. Beide Zweige der Tranbenkultur im Lande umfassen eine Fläche von etwa 70.00fr Dnnam, von denen 23.500 Dunam in jüdischem Besitz sind, das heißt, ein Drittel der gesamten Fläche (18.000 Dunam mit Trauben für Wein und 5500 Dunam mit Tafeltrauben). Wir wollen jetzt zu dem Zweig der Plantagenwirtschaft übergehen, der gegenwärtig in der jüdischen Kolonisation die erste Stelle einnimmt, nämlich die Orangenpflanzung. Auch schon vor dem Kriege war dieser Wirtschaftszweig sehr entwickelte Um das Jahr 1901 waren insgesamt 900 Dunam jüdischen Bodens mit Orangen angebaut, zu Beginn des Jahres 1915 waren es, wie oben erwähnt, schon 9200 Dunam, das heißt, es war eine Verzehnfachung der Fläche der Orangenpflanzungen zu verzeichnen. Der Wert dieser Pflanzungen wurde zu jener Zeit von Ruppin (nach Umrechnung in Pfunden) auf etwa £ 430.000 geschätzt mit einem Jahresertrag von £ 80.000 (600 bis 700.000 Kisten jährlich8). Wie wir also sehen, war die Entwicklung der Orangenpflanzungen bei Ausbruch des Krieges schon recht beträchtlich. Ihre hauptsächliche Entwicklung aber trat in der Nachkriegsperiode der jüdischen Kolonisation ein. Die Kriegsjahre haben nicht nur eine weitere Entwicklung der Orangenpflanzungen gehindert, sondern sie hat auch sehr ungünstig auf die bereits zu jener Zeit bestehenden Pflanzungen eingewirkt, insbesondere dadurch, daß infolge der Kriegsereignisse die Pflege der bestehenden Pflanzungen vernachlässigt wurde, ja in manchen Fällen sogar ganz unterblieb. Diese Vernachlässigung führte selbstverständlich zu einem starken Rückgang der Ernte. Die gesamte Ernte der Pflanzungen im Jahre 1919 betrug 770.000 Kisten (der Export jenes Jahres 307.000 Kisten, also nur 40%). Dies beruht auf Schwierigkeiten bei der Ausfuhr und der Schließung der ausländischen Märkte, nachdem im Jahre 1912 bereits 1,418.000 Kisten ausgeführt worden waren und im Jahre 1913 1,608.570 Kisten (allein durch den Jaffaer Hafen). Erst in den Nachkriegsjahren erfolgte eine allmähliche Wiederherstellung der alten Pflanzungen, was in der anwachsenden Ernte zum Ausdruck kam. Im Jahre 1920 hat die Ernte bereits 1,294.000 Kisten ergeben, im Jahre 1921 1,384.000 Kisten, im Jahre 1922 bereits 1,548.6249). Es wurden auch die Marktverbindungen wiederhergestellt, und 8) Von den allgemeinen Einnahmen in Höhe von £ 126.000 von den verschiedenen Arten jüdischer Pflanzungen. °) Expansion of the Orange Industry in Palestine bei H. Viteies, Pal. and Near East, 1928. (Siehe unseren Auszug darüber in Nr. 8/10, 1927, Seite 443. — Die Red.)

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