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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 23

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 23 (sequence 6)
Language
German
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auf das ihm zukommende Niveau zu heben. Dies wird nur dadurch erreicht werden können, wenn man die Rentabilität der Mandel- und Olivenpflanzungen heben könnte. Vorläufig aber steht es damit nicht glänzend. Was die Traubenzucht anbelangt, so hat auch sie im Laufe der erwähnten Periode gelitten. Bis zum Kriege waren nach den Angaben von Meierowitz8) 58.740 Dunam mit Wein bebaut (davon 15.200 Dunam im jüdischen Besitze). Der Krieg hat einen merklichen Rückgang dieses Wirtschaftszweiges bewirkt, und die Zahl der Weinstöcke ist zurückgegangen. Im Jahre 1924 waren insgesamt nicht mehr als 35.000 bis 36.000 Dunam mit Weinstöcken bebaut. Erst seit diesem Jahre hat wieder eine Bewegung zur Anlage von Traubenzucht eingesetzt. Die Fläche, die mit Tafeltrauben angebaut war und die im Jahre 1924 21.000 Dunam betrug, hat sich im Jahre 1927 auf 50.000 Dunam vergrößert. Es hat sich wieder eine aufsteigende Bewegung in bezug auf den Anbau von Trauben für Wein bemerkbar gemacht. Die Hauptursache für das Sinken des Interesses an der Traubenkultur war die ungünstige Konjunktur, die auf dem Weltmarkt für den palästinensischen Wein eingetreten war, so daß er sich in großem Maße auf den lokalen Markt beschränken mußte. Der Weinexport ist \on Jahr zu Jahr gesunken, und zusammen damit ging, wie gesagt, auch das Interesse für den Weinbau zurück. Erst in den letzten Jahren ist wieder im Zusammenhang mit dem wachsenden Bedürfnis des inneren Marktes, infolge der zunehmenden Einwanderung, eine Änderung zum Bessern in der Weintraubenzucht eingetreten. Es ist schon ein Bedürfnis nach neuen Setzlingen bemerkbar, und in den Jahren 1926, 1927 und 1928 wurden schon neue Setzlinge in Rischon Lezion, Gedera, Ness Ziona und Zichron Jaakob untergebracht7). Die mit Wein angebaute Fläche beträgt schon gegenwärtig 20.000 Dunam. Gegen Dezember 1927 waren nach der Zählung 16.421 Dunam jüdischen Bodens mit Trauben für Wein bebaut (jetzt schon 18.000 Dunam), von denen 4.644 Dunam mit neuen, in den letzten Jahren angelegten Setzlingen bebaut sind und noch keine Früchte tragen. Es ist berechtigter Grund zu der Annahme vorhanden, daß die Entwicklung der Weintraubenkultur nunmehr in gerader und ökonomisch begründeter Richtung vor sich gehen werde. Es sei hier noch bemerkt, daß 90% derselben sich in jüdischen Händen befinden, so daß die Wandlungen ihrer Entwicklung Wandlungen der jüdischen Wirtschaft bedeuten. Nicht ebenso steht es mit den Tafeltrauben, von denen 89% sich in nichtjüdischen Händen befinden. Das Interesse für Tafeltrauben ist bei den Juden erst in den letzten Jahren erwacht, so daß die Zucht der Tafeltrauben einen neuen Zweig der jüdischen Pflanzungswirtschaft im Lande darstellt. Bis zum Jahre 1925 haben die Kolonisten ihr Hauptaugenmerk der Kultivierung von vine grapes zugewendet. Erst von jenem Jahre an haben sie begonnen, sich auch für die Anlage von Tafeltrauben zu interessieren, die in den letzten Jahren großen Erfolg aufzuweisen hatten. Die Gesamtfläche für Tafeltraubenzucht im Lande betrug: Um das Jahr 1924 20.910, davon in jüdischem Besitz 1336 Um das Jahr 1924 49.880, davon in jüdischem Besitz 5556 6) Mischar v. Taasia, Nr. 14—15, 1926, Artikel „Msiknei hajischuw" (Agr. M. Meierowitz). — (Von uns auszugsweise in Nr. 8/10, 1928, Seite 445, gebracht. — Die Redaktion.) r) „Gultivation of grapes in Palestine", by H. Viteies, „Pal. and Near East", 1928. (Siehe unseren Auszug daraus in Nr. 2/3, Seite 38.)

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