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Palästina · 1929-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1929) · p. Seite 22

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Journal
Palästina
Volume
12 (1929)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1929)
Article
Die Pflanzungswirtschaft Palästinas
Date
1929-07-01
Page
Seite 22 (sequence 5)
Language
German
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März 1915 In den 17 Kolonien In den übrigen Judäas 26 Kolonien in Dunam Orangen .... 7.900 1.300 Weinbau .... 12.000 2.000 Mandeln..... 27.000 10.000 Oliven usw. . . . 7.200 2.000 54.100 15.300 Den Gesamtwert der Fruchtpflanzungen hat Dr. Ruppin4) mit 21,000.000 Franken berechnet, also zirka £ 840.000. Wie wir sehen, war der größte Teil der Bodenfläche mit Mandeln bebaut, die nächste Stelle nahm der Weinbau ein und dann folgten erst die Orange und die Olive, deren Bodenflächen gleich groß waren. Die durchschnittliche Jahreseinnahme dieser Pflanzungen wurde von Dr. Ruppin wie folgt geschätzt: Franken Orangen (6000 bis 700.000 Kisten)..... 2,000.000 Weinstock (7,200.000 kg) ........ 500.000 Mandeln (zirka 500.000 kg)........ 500.000 Oliven (zirka 1,000.000 kg)........ 100.000 Die anderen Kulturen (Aprikosen, Feigen usw.5) 50.000 3,150.000 Wir ersehen hieraus, daß die PflanzungsWirtschaft schon bis zum Kriege eine Einnahme von etwa £ 126.000 abgeworfen hat, wobei zwei Drittel dieser Einnahme aus den Orangenpflanzungen stammt. So war die Lage vor dem Kriege. Der Krieg hat der Pflanzungswirtschaft großen Schaden gebracht. Die Olivenpflanzungen haben während des Krieges besonders stark gelitten. Aus Mangel an Heizmaterialien haben die Türken das Olivenholz zum Heizen verwendet, so daß an vielen Orten die Olivenpflanzungen ganz zugrunde gerichtet wurden. Auch die Mandelpflanzungen wurden durch den Krieg stark geschädigt, infolge des Krieges wurden sie zum Teil vernachlässigt, zum Teil ganz verlassen. Die ungünstige Konjunktur für die Mandeln nach dem Kriege hat ein weiteres Sinken des Interesses mit sieh gebracht, und nicht wenige Mandelpflanzungen wurden ganz ausgerissen, um Platz für andere Pflanzungsarten zu schaffen. Als Folge davon waren zur Zeit der Zählung vom Jahre 1927 nur insgesamt 29.368 Dunam jüdischen Bodens mit Oliven und Mandeln bepflanzt, davon etwa 23.000 mit Mandeln und 6000 mit Oliven, während wir aus der Enquete des Jahres 1915 ersehen haben, daß damals in den jüdischen Kolonien etwa 37.000 Dunam mit Mandeln und etwa 9000 Dunam mit Oliven bebaut waren. Wir sehen also, daß auf diesem Gebiete ein bedeutender Rückschritt zu verzeichnen ist, was durch eine ganze Reihe von Faktoren der Kriegs- und Nachkriegsökonomie des Landes zu erklären ist. Selbstverständlich ist aber dieser Wirtschaftszweig noch nicht ganz aufgegeben. Noch jetzt sind etwa 30.000 Dunam jüdischen Bodens mit diesen Pflanzungen bebaut. Es muß aber noch viel geschehen, um diesen vernachlässigten Zweig der Plantagenwirtschaft 5) Hierin sind die Einnahmen aus den Eukalypten enthalten.

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